Ein Herzschlagfinale bis zum letzten Augenblick
Rosenfeld, 02.07.2010 von Patrick Mayer
Der Titelendspurt zwischen dem späteren Meister, der jungen Equipe aus Ebingen und der Spielgemeinschaft aus Balingen war bis zum finalen Showdown am letzten Spieltag atemberaubend. „Doch ich wusste bereits zwei Spieltage vor Schluss, dass es für uns am Ende zum Titel reichen würde“, erinnert sich SGM-Coach Stephan Leopold gerne an das spannende Meisterschaftsrennen zurück.
Dabei sprach die Ausgangslage in der B 2 einen Spieltag vor Pfortenschluss noch für die SG Endingen/Roßwangen: Doch die Spielgemeinschaft ging beim FV RW Ebingen mit 0:2 baden – und musste die Albstädter an sich vorbei ziehen lassen. Aber nicht Rot-Weiß, sondern die Equipe aus den Rosenfelder Teilgemeinden durfte am Ende über den Titel jubeln. Ein 4:0-Sieg im Saisonfinale ließ die Grün-Weißen nicht nur an Endingen/Roßwangen vorbeiziehen, sondern bescherte der Leopold-Elf gegenüber den punktgleichen Ebingern das bessere Torverhältnis. „Eine ganz enge Geschichte. Doch wir standen mit einem unserer Betreuer, der in Ebingen war, das Spiel über in Kontakt und wussten kurz vor Schluss: Es reicht!“, so der Coach.
Die Meisterfeier fiel entsprechend spontan aus. „Wir hatten gar nichts vorbereitet“, blickt der Kommandogeber der Isinger Reserve zurück. Mit einem Hupkonzert und Autokorso ging es für die Fußballer durch Isingen, anschließend ins Sportheim und zu später Stunde in eine Kneipe nach Balingen. Leopold hatte die Titelchancen seiner Elf noch während der Saison schwinden sehen. Nach der Vorrunde lag Isingen 2/ Brittheim noch souverän in Front. Doch dann verließ mit Sedat Keles der Torjäger die Grün-Weißen in Richtung Frittlingen. „Seine Tore haben uns gefehlt“, hat Leopold im Abgang der personifizierten Torgefahr zur Rückrunde einen Knackpunkt ausgemacht. Umso bemerkenswerter ist, dass die SGM in der Endabrechnung mit 83 erzielten „Buden“ dennoch die treffsicherste Offensive besaß.
Leopold hat weitere Gründe für den Erfolg seiner Mannschaft ausgemacht: „Natürlich haben wir davon profitiert, dass immer mal wieder Ergänzungsspieler aus der Landesliga-Truppe bei uns mitgewirkt haben. Das hat uns sicherlich einen Vorteil gegenüber unseren Konkurrenten verschafft.“ Ein Beleg: In den abschließenden beiden Partien kam Jan Schwarz in der Sportfreunde-Reserve zum Einsatz – und markierte ein halbes Duzend Tore. Ein erfahrener Spieler schlüpfte zudem in die Rolle des Leitwolfes: Jürgen „Django“ Butz, früher unter anderem für die TSG Balingen aktiv, führte die junge Elf in der Defensive und war unbestrittener Leistungsträger auf dem Feld.
Für die neue Saison blieben alle Leistungsträger an Bord – und „die Mannschaft komplett zusammen“. Das Ziel: Der Ligaverbleib. „Wir müssen unsere Punkte vor allem gegen die direkte Konkurrenz holen“, weiß Leopold. Helfen sollen dabei eine Reihe an Youngstern aus der eigenen A-Jugend, die über die Reserve an die Landesliga-Truppe herangeführt werden sollen. Ebenfalls neu: Marvin Foelsch (A-Jugend, TSV Laufen), der jüngere Bruder des Isinger Landesliga-Regisseurs Fabian, sowie des früheren Balingers Lukas Foelsch.
