Beethovenfries steht

„Belvedere“-Chefrestauratorin wacht über den Aufbau

Balingen, 29.06.2010 von Klaus Irion

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In zehn Tagen ist es soweit, dann wird die Gustav Klimt-Ausstellung in der Stadthalle Balingen eröffnet. Heute bereits wird der Beethovenfries in monumentaler Pracht zusammengebaut sein.

Entspannung auf der Stadthallen-Baustelle, Entspannung in den Gesichtszügen von Stadthallenchef Ulrich Klingler. Vor der Halle wird der lang ersehnte schwarze „Farbasphalt“ aufgebracht, drinnen der Klimtfries Stück für Stück zusammengeschraubt. „Wir werden wohl doch rechtzeitig fertig“, meint Klingler und meint damit nicht den Aufbau der Gustav Klimt-Ausstellung. Denn geht es nach Bettina Urban wird der Fries bereits heute in voller Pracht den Großen Saal der Balinger Stadthalle zieren.

Urban ist Chefrestauratorin der „Österreichischen Galerie Belvedere“ in Wien, wo auch der Klimtfries zu Hause ist. Wann immer die originalgetreue Kopie des Fries auf Reisen geht, Urban reist mit. In der jüngeren Zeit nach Fernost, davor aber auch zur Tate-Gallery in Liverpool. Und nun eben zur Stadthalle Balingen.

Man merkt Urban an, wie viel ihr an diesem monumentalen Kunstwerk liegt. Wenn fünf, sechs Mann, die schweren Einzelteile punktgenau platzieren, achtet sie peinlich genau darauf, dass dem Kunstwerk nichts geschieht. „Vor einiger Zeit haben wir auch wieder einmal den Original-Fries unter die Lupe genommen. Jener verlässt die österreichische Hauptstadt aber nicht mehr.“

Während also drinnen die Aufbauarbeiten in vollem Gange sind, sticht inzwischen auch von außen jedem Stadthallenbesucher unweigerlich ins Auge, was zwischen dem 10. Juli und dem 26. September geboten wird. In überdimensionalen gelben Lettern und Ziffern wird an der nagelneuen Stadthallen-Glasfront auf die Klimt-Ausstellung aufmerksam gemacht.

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