Heuberger suchen den Stoppknopf im Fahrstuhl

Schwenningen, 25.06.2010 von Patrick Mayer

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Der SV Schwenningen gilt als Fahrstuhlmannschaft im Fußball-Bezirk. Nachdem sich die Heuberger in einem Herzschlagfinale gegen den FC 07 Albstadt 3 behauptet haben, geht es wieder nach oben.

Zwar war der Showdown gegen den direkten Konkurrenten in Ebingen mit 1:2 verloren gegangen, am Ende fehlten dem blau-weißen Konkurrenten aber drei Tore, um das punktgleiche Schwenningen auf der Zielgeraden noch abzufangen. „Spannender hätte es kaum sein können. Vor allem, nachdem Albstadt im alles entscheidenden Spiel so früh mit 1:0 in Führung ging“, sagt der Schwenninger Vorsitzende Werner Scheuble – und wird noch in der Rückschau nervös ob des Herzschlagfinales um die Meisterschaft in der Kreisliga B 1.

Die Stimmung nach dem Spiel sei prächtig gewesen, und nach ersten Spielertrauben auf dem Platz ging es für die Heuberger zum Feiern ins Sportheim: „Dort hatten wir ohnehin unseren Rundenabschluss und ein Fest für die Helfer der Sportheim-Renovierung geplant.“ Aus Rundenabschluss und Helferfest wurde spontan eine Meisterfeier.

Der SVS-Chef hat derweil nicht nur sportliche, sondern auch zwischenmenschliche Gründe für den Erfolg seiner Equipe ausgemacht. „Die Mannschaft hat gut zusammengehalten. Auf dem Platz wurde endlich wieder mehr miteinander gesprochen, was ganz maßgeblich für den Erfolg war“, hat der Funktionär beobachtet. „Das Gefüge stimmt in dieser Mannschaft, was seinen Ausdruck in einem wirklichen schönen Fußball findet“, ist Scheuble stolz auf sein Meisterteam.

Auf dem Platz waren die Heuberger ihren Gegnern in der Kreisliga B 1 auch taktisch überlegen. Durch die Viererkette, die der SVS spielte, taten sich immer wieder Überzahlsituationen vor dem gegnerischen Tor auf und die Elf konnte das Spiel breit machen, was vielen Kontrahenten gar nicht schmeckte. Einzelne Leistungsträger haben dem Spiel der Heuberger – und damit auch dem Titelgewinn – ihren Stempel aufgedruckt. Im Sturm war Ex-Landes- liga-Spieler Frank Dilger von den gegnerischen Defensiven nicht in den Griff zu bekommen. „Im Mittelfeld haben Benjamin Winner und Michael Sieber das Spiel gemacht, toll die Bälle verteilt und technisch richtig was geboten“, lobt Scheuble, der dennoch das Kollektiv hervorhebt. „Jürgen und Harald Sieber haben hinten zudem unsere Viererkette zusammengehalten“, so Scheuble weiter.

Für die kommende Saison gibt der Vorsitzende des Traditionsklubs seiner Truppe einen Ratschlag: „Wir müssen im läuferischen Bereich noch mehr tun, damit wir auch eine Kreisliga-A-Mannschaft 90 Minuten beschäftigen können.“ Um seine Truppe fußballerisch noch weiter zu bringen, lotste der Vereinschef ein Eigengewächs zurück auf den Schwenninger Sportplatz. Christian Deufel, ehemals für den SC Pfullendorf in der Regionalliga aktiv und in der vergangenen Saison noch beim Oberligisten TSG Balingen unter Vertrag, kehrt zu seinem Heimatverein zurück – als Spielertrainer (wir berichteten). „Er ist natürlich eine große Bereicherung für den Verein und die Mannschaft“, freut sich Scheuble auf seinen neuen sportlichen Kommandogeber.

Der SVS-Vorsitzende ist derweil optimistisch, dass der Fahrstuhl die Schwenninger dieses Mal nicht wieder prompt nach unten führen wird. „Die Mannschaft hat sich durch den Erfolg nicht blenden lassen. Der Klassenerhalt ist machbar“, gibt sich Scheuble zuversichtlich.

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