Freudentag für Bürgermeister
Aus dem Ausgleichstock fließen 2,2 Millionen Euro in Kommunen des Landkreises
Zollernalbkreis, 24.06.2010 von Gudrun Stoll
Der Verteilungsausschuss, dem auch Vertreter der kommunalen Landesverbände angehören, hat für den Regierungsbezirk Tübingen 23 Millionen Euro an Investitionshilfen bewilligt. Davon fließen 2,2 Millionen Euro in Städte und Kommunen im Zollernalbkreis.
Neben dem Neubau von öffentlichen Einrichtungen wird auch die Finanzierung dringend erforderlicher Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden gefördert. Regierungspräsident Strampfer: „Kommunale Pflichtaufgaben wie Schulen, auch mit dem aktuellen Schwerpunkt der Ganztagesbetreuung und Kleinkindbetreuung, wurden bei der Mittelverteilung vorrangig berücksichtigt.“
Nicht vernachlässigt habe man Dorfgemeinschaftshäuser, Bürgersäle und Versammlungsräume.
Mit einer Antragssumme von rund 47 Millionen Euro haben sich 143 Gemeinden und zwei Gemeindeverwaltungsverbände um Mittel beworben. So unterschiedlich wie die Zuschussempfänger - von der Kleinstgemeinde mit weniger als 200 Einwohnern bis zur Stadt mit 40 000 Einwohnern - so sehr unterscheiden sich auch Zuschusshöhe und Zuschusszweck. Das Spektrum reicht von 15 000 Euro für die energetische Sanierung eines Dorfgemeinschaftshauses über 400 000 Euro für die Generalsanierung eines Schulzentrums bis hin zum diesjährigen Spitzenreiter von 500 000 Euro für den Bau einer innerörtlichen Verbindungsstraße. Wie schon in den Vorjahren, standen der Bau und die Sanierung von Schulen sowie die Kindergärten, die für Kleinkinder Betreuungsmodelle entwickeln müssen, bei der Mittelvergabe im Vordergrund.
Wie das Regierungspräsidium Tübingen mitteilt, fließen rund 8,7 Millionen Euro (37,9 Prozent der Zuschüsse) in diese Pflichtaufgabe. Es folgen öffentliche Einrichtungen (Bürger-, Dorfgemeinschaftshäuser, Bauhöfe) mit 4,7 Millionen Euro (20,4 Prozent , Straßen und Verkehrseinrichtungen mit 3,2 Millionen Euro (13,9 Prozent), der Sportstättenbau mit 3,1 Millionen Euro (13,5 Prozent), Feuerwehrhäuser mit 1,2 Millionen Euro (5,2 Prozent) sowie Rathäuser mit 1,0 Millionen Euro (4,3 Prozent). Danach kommen Fremdenverkehrseinrichtungen mit 0,8 Millionen Euro (3,5 Prozent) sowie soziale Einrichtungen.
Vom Gesamtbetrag fließen in den Alb-Donau-Kreis 3,9 Millionen Euro, in den Landkreis Biberach ebenfalls 3,9 Millionen Euro, in den Bodenseekreis 2,5 Millionen Euro, in den Landkreis Ravensburg 3,5 Millionen Euro, in den Landkreis Reutlingen 2,0 Millionen Euro, nach Sigmaringen 3,7 Millionen Euro, in den Landkreis Tübingen 1,3 Millionen Euro und in den Zollernalbkreis 2,2 Millionen Euro.
Zwölf Gemeinden teilen sich für ihre Projekte 2,2 Millionen Euro
Im Zollernalbkreis kommen zwölf Kommunen in den Genuss von Ausgleichstockmitteln.
Albstadt erhält für die laufende Sanierung des Ebinger Rathauses 280 000 Euro.
Bisingen kann für den Ausbau der Weinbeerstraße in Thanheim 70 000 Euro aus dem Fonds abrufen.
Burladingen darf mit 90 000 Euro für die Fenstererneuerung in der Hauptschule rechnen.
Dautmergen wird beim Anbau eines Lagerraumes an das Feuerwehrhaus mit 20 000 Euro unterstützt.
Nach Dormettingen fließen 70 000 Euro für den Neubau von Fluchtwegen im Kindergarten.
Dotternhausen erhält 100 000 Euro für das geplante Begegnungszentrum in der Ortsmitte.
Geislingen wird beim Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Erlaheim mit 50 000 Euro unterstützt.
Grosselfingen ist mit 450 000 Euro Spitzenreiter. Der Kindergarten wird zu einem Kinderhaus umgestaltet.
Hausen am Tann erneuert den Treppenaufgang zu Friedhof und Kirche. Dafür gibt es 20 000 Euro.
Hechingen baut das Gymnasium zur Ganztagesschule um. Aus dem Ausgleichstock kommen hierfür 400 000 Euro.
Meßstetten hat die Generalsanierung der Heuberghalle in Angriff genommen und wird mit 180 000 Euro unterstützt.
Winterlingen kann sich über 450 000 Euro Fördermittel freuen. Die Gemeinde auf der Albhochfläche baut eine komplett neue Kindertagesstätte, in der Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden.
