Schlossparkschule bekommt Mensa

Gemeinderat ebnet gestern Weg für neue Einrichtung – Keine örtlichen Caterer gefunden

Geislingen, 17.06.2010 von Rosalinde Conzelmann

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Es wird schon lange diskutiert, nun wird es umgesetzt: Die Schlossparkschule in Geislingen bekommt eine Mensa. Im nächsten Schuljahr soll das neue Angebot starten.

Bürgermeister Oliver Schmid übergab das Wort an seinen Mitarbeiter Oliver Juriatti, der das neue Konzept in Zusammenarbeit mit der Schule erarbeitet hat. Auch Rektor Eberhard Rauschenberger stand den Räten für Fragen zur Verfügung.

Wie Juriatti mitteilte, hat die Schulleitung ein verändertes Stundenplanmodell für die Grund- und die Hauptschüler erstellt, um auch auswärtigen Schülern die Möglichkeit des Schulbesuches zu ermöglichen. „Wir fangen nun wegen der Busverbindungen später an“, so Rauschenberger.

Die Mittagspause verkürzt sich an drei Nachmitttagen von bisher zwei auf eine Stunde, bereits ab 13 Uhr finden Unterricht oder Arbeitsgemeinschaften statt. Besonders interessant für berufstätige Eltern dürfte die Betreuung der Kinder bis 14.30 Uhr sein, wie Juriatti ergänzte.

Die Mensa soll in dem Raum eingerichtet werden, in dem bislang die Schülerbetreuung im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ stattfindet. Zwei angrenzende Nebenräume könnten durch kleinere Umbaumaßnahmen zu einer Essenstheke mit Durchreiche an den Speisesaal eingerichtet werden. Die „verlässliche Grundschule“ soll in ein anderes Pavillon umsiedeln.

Die Schulleitung hat bereits den Bedarf ermittelt und rechnet mit jeweils rund 35 Essen an den vorläufig drei Öffnungstagen. Die Betreuung liegt in den Händen von Fachkräften. Neben Renate Hänle sind dies Stadtjugendpfleger Christoph Arndt und ein pädagogischer Assistent, den die Schule stellt. Laut Juriatti wird auch über eine Einbindung der Jugendmusikschule, der Kirchen und der Vereine nachgedacht.

Bei der Verpflegung der Schüler hätte die Stadt gerne auf örtliche Anbieter zurückgegriffen. „Wir haben neun gastronomische Betrieb und Metzgereien angeschrieben, aber nur Absagen erhalten“, bedauerte Juriatti. Aus diesem Grund „müssen wir nun eine regionale Ausschreibung vornehmen“, so Juriatti. Zudem muss die Stadt mehr in die Einrichtung der Küche investieren, wenn die Speisen nicht fertig angeliefert werden.

Für notwendige Umbaumaßnahmen müsste die Stadt rund 40 000 Euro aufbringen. Im Haushalt sind 12 500 Euro eingestellt, der Differenzbetrag soll über eine Verrechnung aus Einsparungen bei der neuen Heizung der Schlossparkschule finanziert werden. Damit das neue Angebot zum neuen Schuljahr starten kann, soll der Umbau in den Sommerferien abgewickelt werden.

„Wir sollten das Angebot die ganze Woche anbieten“, regte Karl Wisbauer an. Der Vorschlag Rauschenbergers, „wenn es gut läuft, können wir ja aufstocken“ fand jedoch die Mehrheit. Zumal es nur vage Vorstellungen darüber gebe, wie viel Essen gebraucht würden. Die Verwaltung will zudem die Anregung von Frieder Klein weiterverfolgen und für die Verpflegung auch bei Anbietern aus den Nachbargemeinden nachfragen.

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