Chivu & Co. vertrauen auf den „Heilcoach“
INTERVIEW MIT HOLGER FISCHER
Balingen, 12.06.2010 von Patrick Mayer
Er gilt für viele als Wunderheiler, Personalcoach, Mentaltrainer oder alles in einem. Holger Fischer (47) erzielt beachtliche Erfolge bei der begleitenden Hilfe zur Selbstheilung von Sportlern. Der Autodidakt setzt bei seiner Methode an der Triangel Körper-Seele-Geist an, um gestresste Sportler dabei zu unterstützen, sich effektiv selbst zu heilen oder ihrer Karriere einen positiven Anstoß zu geben. Mit dem Balinger, zu dessen „Kunden“ auch Top-Fußballer wie beispielsweise Cristian Chivu (Inter Mailand) zählen und der am 16. Juni im Rahmen der „Insider-Night“ im Hechinger City-Park einen Vortrag hält, sprach Patrick Mayer.
Die Begrifflichkeit Ihrer Arbeit geht von Seelendeuter bis Wunderheiler. Wie nennen Sie den „Berufstypus“?
HOLGER FISCHER: Viele nennen mich unter anderem einen Mentaltrainer. Ich sehe mich vielmehr als eine Art „Heilcoach“, da meine Aufgabe darin besteht, Menschen, vorrangig Sportlern, dabei zu helfen, bei Verletzungen deutlich schneller als von Ärzten prognostiziert, fit zurückzukommen sowie die Themen und Probleme, die zu den Verletzungen geführt haben, über die emotionale Ebene auszuräumen.
Mit welchen Beschwerden kommen die Sportler zu Ihnen?
FISCHER: Sportverletzungen, Leistungsdruck, private Probleme, Schwierigkeiten im Umgang mit der Öffentlichkeit – die Probleme sind vielschichtig. Die Menschen wissen nicht, wie sehr sie die Heilungs- und Genesungsprozesse selbst beeinflussen können.
Wie können Sie dem Sportler helfen, sich selbst zu helfen?
FISCHER: Ich besitze eine Gabe, mich in die Seelenwelt des Sportlers einzufüllen und seine Belastungen zu sehen. Verletzungen und Drucksituationen können emotional aufgelöst und deren Heilungsverlauf über das Emotionale positiv in die richtige Richtung geleitet werden. Es geht darum, in der Arbeit mit der Trias Körper, Seele und Geist aufzulösen, was die Ängste und Themen eines Sportlers sind und gleichzeitig Lösungen zu erarbeiten, wie der Sportler durch die Eigenbeschäftigung auf der emotionalen Ebene sich davon in Zukunft selbst erlösen kann.
Und wie funktioniert die Arbeit auf der emotionalen Ebene?
FISCHER: Wunder vollbringe ich keine. Es geht bei meiner Methode um den gezielten Umgang mit den negativen Erfahrungen und Themen, die ein Sportler gemacht hat – etwa Verletzungen oder der Druck der Öffentlichkeit. Ich will meinen Klienten dabei helfen, sich von ihren schmerzvollen Abhängigkeiten loszulösen, damit sie entweder wieder ihre volle Leistung abrufen oder ihren eigenen Heilungsprozess beschleunigen können.
Klingen Verletzungen durch Ihre Methode immer schneller ab?
FISCHER: Bei neun von zehn Sportlern ja! Viele Fachleute nennen mich einen Scharlatan, andere schicken mir Menschen, bei denen sie nicht mehr weiterkommen. Es gibt auch Ärzte, die mich selbst aufgrund ihrer Symptome aufsuchen.
Ein Blick auf die Leistungssportler, die Ihnen vertrauen, zeigt das Renommee, welches Sie im Profisport genießen. Welche „Sorgenkinder“ suchen Sie auf?
FISCHER: Ich habe eine bunte Masse an Kunden. Sportler verschiedenster Sportarten kommen nach Balingen. Etwa stehen offen Patrick Owomoyela von Borussia Dortmund oder Maik Franz (Eintracht Frankfurt, d. Red.) dazu, dass durch meine Hilfe ihre Leistungsfähigkeit gestiegen ist. Auch Olympiasieger oder Fußballer aus der Primera Division und der Serie A sind darunter.
