„Feld ist wohl bestellt“
Marc Haas bewirbt sich um Bürgermeisteramt in Ratshausen
Ratshausen, 02.06.2010 von Rosalinde Conzelmann
Marc Haas wird heute 36 Jahre alt. Er lebt mit seiner sechs Jahre jüngeren Ehefrau Tina und seiner elf Monate alten Tochter Pia im Horber Ortsteil Dettensee im Kreis Freudenstadt.
Haas ist am 2. 6. 1974 in Freudestadt geboren. Er ging in Dornstetten zur Schule und hat eine Ausbildung zum Einzelhandelkaufmann gemacht. Er arbeitete drei Jahre bei einem Baumarkt, bevor er 1997 zur Bundeswehr wechselte. In der Hohenbergkaserne in Horb leistete er 12 Jahre Dienst als Zeitsoldat.
Mit der Hochzeit und der Familiengründung kam auch der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Der Hauptfeldwebel wechselte ins kommunale Lager und machte eine Ausbildung zum Verwaltungswirt bei der Stadt Schorndorf. Dort ist er auf dem Bauordnungsamt beschäftigt. Auf der Verwaltungsschule in Hechingen lernte er auch Ratshausens bisherigen Bürgermeister Michael Maier kennen, der dort das Fach Kommunalrecht unterrichtet.
So kam natürlich auch das Thema Bürgermeisterwahl zur Sprache und nach der Wahl Maiers zum Winterlinger Stadtchef entschied sich Haas, in Ratshausen zu kandidieren. „Das Bürgermeisteramt war mein langfristiges Berufsziel und nun hat es sich halt schneller ergeben als gedacht“, meinte der 36-Jährige im Gespräch mit unser Redaktion.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Tina und seiner Tochter hat er sich am Montag auf den Weg nach Ratshausen gemacht, um seine Bewerbung persönlich bei Michael Maier abzugeben. „Ratshausen ist ein schöner Ort und das Feld ist wohl bestellt“, nennt er seine Gründe für die Bewerbung – „darauf kann man sehr gut aufbauen.“ Im übrigen sei er ein Mensch, der gerne Verantwortung übernehme und bringe als Fachwirt für Organisation die Qualifikation für die gestalterische und kommunikative Aufgabe des Amtes mit: „Das ist mein Steckenpferd“. Er komme ebenfalls aus einem kleinen Ort und deshalb seien ihm die Strukturen durchaus vertraut.
Der Familienvater freut sich in den kommenden Wochen auf die Begegnungen mit den Bürgern, „denn ich bin ein kontaktfreudiger und offener Mensch“, sagt er. Sein Ziel: „Gemeinsam mit den Bürgern gestalten und die Gemeinde voranbringen.“ Dass Ratshausen schuldenfrei ist, imponiert dem 36-Jährigen, der sich für die Wahl am 18. Juli gute Chancen ausrechnet. Auch, oder gerade weil er nicht aus dem Ort kommt. „Da hat man oft einen anderen Blick und die Bürger vertrauen einem eher ihre Nöte und Sorgen an“, meint er.
