Rat stellt Weichen nach Maiers Wahl
Am 18. Juli ist Wahlsonntag in Ratshausen
Ratshausen, 05.05.2010 von Rosalinde Conzelmann
Maier ist nicht nur seit 19 Jahren Schultes in Ratshausen, er leitet auch die Nachbargemeinde Hausen am Tann seit 1990, allerdings als ehrenamtlicher Dorfchef. Der Termin für die Bürgermeisterwahl in Hausen am Tann steht noch nicht fest. „Wir werden das in der nächsten Gemeinderatssitzung in Hausen besprechen“, sagt Maier, dessen Telefon auch zwei Tage nach dem Wahlsieg (wir berichteten) ununterbrochen klingelt.
Maier leitete vor seiner Wahl zum Bürgermeister in Hausen am Tann die CDU-Kreisgeschäftsstelle. Er war mit 26 Jahren der jüngste Bürgermeister in Baden-Württemberg und hat nach seinem Amtsantritt in Ratshausen besondere kulturelle Akzente gesetzt. Maier hat nicht nur Rock- und Popgrößen in das kleine Dorf geholt, sondern mit einem ständigen Kulturangebot in der „Plettenberghalle“ und der Pfarrscheuer das kulturelle Leben ungemein bereichert.
Ob der „Ratshausener Kulturmanager“ seine Kontakte weiter pflegen wird und zukünftig „seine“ Stars nach Winterlingen holen wird, kommt auf die Einstellung des Winterlinger Gemeinderates an. Maier könnte sich gut vorstellen, auch an seinem neuen Arbeitsplatz fortzuführen, was er in Ratshausen begonnen hat. Der Bürgermeister, der mit seiner Familie schon lange in seinem Geburtsort Winterlingen lebt, und täglich ins Schlichemtal pendelt, bekennt, „dass natürlich mein Herzblut an diesem Teil meiner Arbeit hängt“. Er ist sich sicher, dass die Veranstaltungen so erfolgreich waren, „weil ich persönlich immer dahinter gestanden bin.“ Und natürlich begleitete den Familienvater, der in seiner Freizeit am liebsten Rockklassiker hört, bei seinen Events auch immer das berühmte Quäntchen Glück.
Für seine Ratshausener Bürger wünscht sich Maier, „dass sie einen guten Schultes bekommen“. Denn „meine Zeit hier war eine schöne Zeit“, betont er. In all den Jahren seien auch Freundschaften entstanden: „Deshalb werde ich das Dorf nicht aus dem Blick verlieren und auch immer wieder mal vorbeikommen.“
Dass sich ein Nachfolger finden wird, davon ist der bisherige Amtsinhaber überzeugt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Das Dorf ist von seiner Größe und seiner Struktur her überschaubar und schuldenfrei“, zählt er die positiven Rahmenbedingungen auf. Im übrigen erwarte seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin ein wohl bestelltes Haus. Hier spricht Maier seiner Mitarbeiterin Sybilla Henle ein großes Lob aus: „Wir waren stets als Kollegen auf Augenhöhe und ein tolles Team.“
