Albstädter Wiederaufstieg perfekt

Handball-Regionalliga: HSG gewinnt im Saisonfinale mit 34:30 gegen Regensburg

Albstadt-Ebingen, 23.04.2010 von Patrick Mayer

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Schwarz-roter Jubelrausch: Die HSG Albstadt hat das alles entscheidende letzte Saisonspiel gegen den ESV Regensburg mit 34:30 gewonnen und die Meisterschaft in der Handball-Regionalliga Süd eingefahren.

Die Rückkehr in die 2. Bundesliga Süd ist perfekt! Doch es war ein hartes Stück Arbeit. In einer von Beginn an intensiv geführten Partie hatten die Gäste aus Ostbayern den besseren Start erwischt. Albstadt hingegen wirkte nervös und leistete sich technische Leichtsinnsfehler im Spielaufbau. Nach einer 2:1-Führung für die HSG brachte sich Regensburg mit einer 3:0-Serie in Front. Stark: Verena Balk, die im Rückraum in den Anfangsminuten ein ständiger Unruheherd war und für ihre Farben zunächst das 2:4 und dann das 3:5 (8. Minute) markierte. Der Tabellenführer hatte anfangs große Probleme mit der Gästetorhüterin Ines Flesch, die bis zur zehnten Minute vier Würfe der Schwarz-Roten entschärfte. Dennoch egalisierten Christiane Zettl und Gülfidan Balci mit ihren Toren zum 5:6 respektive 6:6 den Zwei-Tore-Rückstand auf die Donaustädterinnen (14.).

Regensburg zeigte sich weiterhin ungemein treffsicher und blieb bis zur 24. Minute in Führung. Doch der verwandelte Siebenmeter durch Stefanie Ertel zum 11:12 sollte die letzte Führung für die „Eisenbahnerinnen“ gewesen sein. Albstadt drehte nun das Spiel! Zettl erzielt das 12:12, Monika Stoilovova hämmert die Harzkugel auf der Gegenseite an den Pfosten. Die HSG ist im Angriff und das Schiedsrichtergespann zeigt ein Zeitspiel an, da steckt Spielmacherin Susanne Kirschbaum das Spielgerät herrlich für Kristina Burulic durch, die zum 13:12 trifft. Nun war auch Torfrau Nadine Pfeifer warm geworfen. Die Ex-Allensbacherin hielt prächtig gegen Martina Rank und Top-shooterin Erika Lukoseviciute behauptete sich stark im Eins gegen Eins gegen die ESV-Abwehr (14:12). Pfeifer war nun voll im Spiel und parierte stark mit dem Fuß gegen Verena Balk. Anders die HSG: Albstadt traf nun aus allen Lagen. Mit viel Übersicht holte Gülfidan Balci Lukoseviciute ab, die das Spielgerät ansatzlos zum 15:12 in die Maschen zimmerte. Auch in doppelter Unterzahl ließ sich Albstadt nicht aus der Ruhe bringen und traf durch Sylvia Kurz zum 16:14. Mit einer 17:15-Führung für die Heimmannschaft ging es in die Kabinen.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel spielte Albstadt beinahe fehlerfrei. Pfeifer parierte, die 6:0-Abwehr ging konsequent zu Werke – und das Regensburger Netz zappelte in Reihe. Nach einer Lukoseviciute-Granate hatte sich die HSG zum ersten Mal eine komfortable Fünf-Tore-Führung erspielt (21:16). Albstadt zementierte bis zum 26:21 den Vorsprung. Überragend: Die Trefferquote der Schwarz-Roten. Erst in der 45. Minute leistete sich die HSG die erste Fahrkarte in Durchgang zwei. Der ESV verkürzte noch einmal auf 24:27. Doch Albstadt ließ sich das Spiel nicht mehr weg nehmen. Ina Runkel nach einem weiten Zuspiel von Lukoseviciute, die Litauerin selbst durch den Mittelblock hindurch und Balci mit einem herrlichen Wurf an die Unterkante der Latte erhöhten sieben Minuten vor Schluss auf 30:24.

Spätestens jetzt war jedem unter den 450 Zuschauern im Ebinger Mazmann klar: Der Süddeutsche Meister 2010 wird aus Albstadt kommen. Regensburg versuchte noch einmal alles, feuerte aber reihenweise Fahrkarten ab. Die 57. Minute: Kurz hämmert eine Rückraumgranate in die Maschen und das Spiel ist beim Stand von 33:26 entschieden. Als die Schlusssirene ertönte, blinkte ein 34:30 für Albstadt auf der Anzeigetafel.

Der Rest war grenzenloser Jubel bei der Mannschaft und ihrem Anhang. In einem zeremoniellen Akt überreichte HVW-Präsident Hans Artschwager den Albstädterinnen die Medaillen und HSG-Urgestein Gülfidan Balci den Meisterwimpel der Regionalliga Süd. Die Saison ist für die Schwarz -Roten allerdings noch nicht zu Ende: In der Endrunde um den württembergischen Verbandspokal greift das Team von Trainerin Zeljka Rajak im heimischem Mazmann nach dem Double.


HSG Albstadt – ESV Regensburg: Teams & Tore

– 60./ 30. Gegentore, 15 Paraden), Falter (n. e.), Lukoseviciute (11/1), Balci (6), Kurz (5), Burulic (4), Runkel (3), Zettl (3), Biro (2), Kirschbaum, Fuhrmann, Nadj (n. e.).

ESV Regensburg: Flesch (1. – 60. / 34 Gegentore, 9 Paraden), Karl (n. e.); Ertel (8/3), Balk (6), Johanova (4), Stoilovova (4), Mazzucco (3), Odersky (3), Rank (1), Scheurer (1), Heinemann, Fischer (n. e.), Zimmermann (n. e.).

Zuschauer: 450.

Schiedsrichter: Kusch/ Wöhrle (Ohlsbach/Gutach).

Spielfilm: 2:4 (6.), 4:6, 6:7, 8:8 (16.), 9:10, 11:12, 15:12 (27.), 17:15 – 21:16 (36.), 23:17, 25:19, 26:23 (47.), 30:24, 32:26, 34:29 (59.), 34:30.

Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Lukoseviciute, Burulic – Balk/ 2, Odersky).

Siebenmeter: 1/1:3/3.

Nächstes Spiel: Halbfinale um den württembergischen Verbandspokal: HSG Albstadt – WSG Eningen-Pfullingen (15. Mai, 14 Uhr, Mazmannhalle Albstadt).

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