Spielerwechsel läuten Wende im Derby ein
Winterlingen, 22.04.2010 von Patrick Mayer
„Kein Kommentar!“, knurrte TSV-Coach Uwe Lohmüller nach der Niederlage. Der Harthausener Übungsleiter war völlig bedient. Wieder einmal hatte sich die Truppe des Hechingers um den Lohn der eigenen Arbeit gebracht: durch ein vermeidbares Foulspiel im eigenen Sechzehner (66.) und einen fahrlässigen Stellungsfehler (82.) nach einem Eckball. Wieder standen die Protagonisten in den schwarz-roten Jerseys ohne Zählbares da, dabei hatte der TSV Harthausen über weite Strecken – vor allem im ersten Durchgang – durch eine disziplinierte Leistung und cleveren Defensivfußball überzeugt.
Während Lohmüller sauer in Richtung Kabinen schlich, sprudelte die Erleichterung aus SF-Coach Norbert Klein nur so heraus. „Durch das 1:1 hat sich die Blockade in den Köpfen meiner Spieler gelöst. Wir waren drei Spiele ohne Torerfolg geblieben, da war dieser Treffer ganz wichtig“, hob Klein die Bedeutung des Ausgleichs hervor. Der Albstädter hatte in den Szenen um die 65. Minute herum ohnehin den Knackpunkt des Spiels ausgemacht. „Trifft Nawottnig zum 2:0, dann ist das Spiel für uns gelaufen“, meinte Klein. Der Isinger Trainer zeigte sich mit dem Auftreten seiner Elf im ersten Durchgang überhaupt nicht einverstanden: „Vor der Pause hat es bei uns nicht gepasst, vorneweg die Einstellung“, sagte Klein kritisch. Der Isinger Übungsleiter leitete selbst die Wende ein, indem er in die taktische Trickkiste griff. Klein stellte auf ein 3:4:3-System um – und die Sportfreunde schufen sich eine bessere Raumaufteilung. „Auch die Wechsel haben ihre Wirkung nicht verfehlt“, betonte Klein. „Durch Foelsch waren wir in der Offensive viel kreativer“, gab es vom Trainer ein Sonderlob für den eingewechselten Mittelfeldstrategen.
