Wahres Schatzkästchen

Wallfahrtskirche Palmbühl stellt ihren neuen Kirchenführer vor

Schömberg, 17.04.2010 von Rosalinde Conzelmann

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Die Schömberger Wallfahrtskirche Palmbühl birgt viele kunsthistorische Kostbarkeiten. Im neuen Kirchenführer, der druckfrisch vorliegt, ist das nachzulesen. Doch nicht nur an Kunst und Geschichte interessierte Menschen werden ihre Freude an dem literarischen „Schatzkästchen“ haben.

Palmbühl-Pfarrer Josef Schäfer hat gemeinsam mit dem Oberndorfer Verleger Wilhelm Besenfelder, der aus Schömberg stammt, unzählige Stunden zusammen gesessen, um die Texte einzusehen und zu überarbeiten. Die Fotos stammen von Oswald Eckstein und Harald Lipp. Herausgeber ist die Wallfahrtsleitung des Palmbühls. Der Kirchenführer liegt nun vor und kann gekauft werden.

Als Grundlage diente der bestehende Kirchenführer der Wallfahrtsstätte, der allerdings größer und mit Schwarz-Weiß-Fotografien bebildert ist. „Der neue Kirchenführer ist handlicher, weil er kleiner ist und alle Bilder sind in Farbe“, freut sich Schäfer. Bereits vor einem Jahr haben die Arbeiten für das neue Büchlein begonnen, das 44 Seiten umfasst. Dabei ist Schäfer auch auf neue Erkenntnisse gestoßen. Wurde bislang angenommen, dass die Altargemälde von einem unbedeutenden Künstler stammen, haben Schäfers Recherchen ergeben, dass der Maler Johannes Pfunner die Werke geschaffen hat. Pfunner, der aus Südtirol stammte, war ein bedeutender Kirchenmaler seiner Zeit.

Die neue Broschüre ist nicht nur für an Kunstgeschichte interessierte Menschen eine spannende Lektüre. „Es steht auch viel über das Bruderhaus, die Orgel, die Außenheiligtümer und die Kirche drin“, sagt der Pfarrer. Der Kunstmaler August Blepp erfährt eine besondere Würdigung in dem Führer. „Die Farben seiner Gemälde sind eine Wucht“, gerät der Palmbühlpfarrer ins Schwärmen.

Der Kirchenführer ist auch ein meditatives Werk. So hat Schäfer neben der Darstellung der Schmerzensmutter, die ihren Platz über dem Altar in der Palmbühlkirche hat und 700 Jahre alt ist, ein Gebet gestellt. Weitere Gebete, auch von Papst Benedikt XVI oder nach Augustinus, zu einzelnen Darstellungen sollen den Leser zum Nachdenken und Innehalten anregen. Auch ein Wallfahrtslied ist abgedruckt.

Jetzt soll der Kirchenführer mit einer Auflage von 12 000 Stück unter die Leute kommen. „Das Büchlein ist auch eine Werbung für unsere schöne Wallfahrtsstätte und die Stadt Schömberg“, ist sich Schäfer sich.

Am Donnerstag, 29. August, um 20 Uhr findet in der Wallfahrtskirche ein besonderer Gottesdienst statt, in dessen Rahmen der Kirchenführer präsentiert wird. Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt und Pfarrer Josef Schäfer würden sich über ein volles Gotteshaus an diesem Abend freuen. Zumal der Festakt der Präsentation musikalisch umrahmt wird. „Das wird ein schöner, stimmungsvoller Abend“, sagt Schäfer, der sich auf die Wallfahrtszeit, die am Samstag, 1. Mai, eröffnet wird, freut. Dann ist seine Wirkungsstätte wieder ein viel besuchter Pilgerort.

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