Kampf bis zum Ende

Tischtennis: Nusplingen steigt in Landesliga ab

Nusplingen, 15.04.2010 von Milena Kopetz

Alle Bemühungen waren letztendlich umsonst. Nach der knappen 7:9-Niederlage gegen die TTF Altshausen gehört der TSV Nusplingen in der kommenden Spielzeit wieder der Tischtennis-Landesliga an.

Bereits zu Saisonbeginn war klar, dass es für die Nusplinger schwer werden würde, in der Verbandsklasse zu bestehen. Nach dem Umzug der Familie Mohr, fehlten den Heubergern auf einen Schlag drei etablierte Kräfte.

Einig waren sich die TSV-Verantwortlichen, dass es finanzielle Kraftakte, wie so branchenüblich, nicht geben sollte. Vielmehr nahmen die Bärataler die Herausforderung an und hievten drei Spieler von der zweiten in die erste Garde. In Fachkreisen wurden die Heuberger fortan als sicherer Absteiger gehandelt und als sich vor Rundenbeginn noch Hans Weiger und Axel Hauser verletzten, trauten manche den TSV-lern nicht einmal einen Punktgewinn zu.

Nach drei Auftaktpleiten folgte gegen das bis dahin verlustpunktfreie Wangen ein viel beachtetes Remis. Da Nusplingen noch gegen Loßburg/Rodt, Altshausen und Ailingen zu Siegen kam, gingen die Heuberger sogar auf einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause.

Dem einen Lebenszeichen folgte ein weiteres: Wolfgang Jagst kam als Spielertrainer zurück nach Nusplingen und übernahm zudem Teile des Jugendtrainings, weil Jugendleiter Christoph Klaiber studienbedingt oftmals passen musste. Der Rückrundenauftakt gestaltete sich ob des harten Programm allerdings schwierig: Neben Meister Deuchelried warteten mit Ailingen, Ergenzingen, Ottenbronn und Wangen gleich die Top-Fünf der Tabelle auf die Nusplinger – das Resultat: fünf Niederlagen in Serie für den TSV.

Mit starken 5:1 Zählern in Folge erhielt sich der TSV vor dem finalen Spiel gegen Altshausen dennoch die Chance auf den Klassenerhalt. Doch es hatte nicht sollen sein. Beachtlich ist dennoch die Tatsache, dass das Jagst-Sextett in der nahezu aussichtslosen Situation zum Rundenende hin eine bewundernswerte Moral an den Tag legte – und um jeden Ball kämpfte. Ärgerlich: Von sportlichen Aspekten her müsste der Absteiger eigentlich Loßburg heißen, denn die Nordschwarzwälder bekamen gegen den Tabellenzweiten Wangen einen 9:0-Erfolg gutgeschrieben, welcher letztlich ausschlaggebend war. Die Wangener traten in Loßburg erst gar nicht an.

Trotz des verpassten Ligaerhalts werden die TSV-Verantwortlichen auch in Zukunft nicht von ihrer Linie abweichen und anstelle von osteuropäischen Profis weiterhin auf die eigene Jugend setzen. Gerade jetzt bietet sich, so die Abteilungsleitung, die Chance, Jugendspieler in den Aktivenbereich zu integrieren. Mit Lars Schmieder, Michael Gaa und Sebastian Hauser kommen zur neuen Saison drei spielstarke Talente in den unterschiedlichen Nusplinger Herrenmannschaften unter, die sicherlich für Furore sorgen werden.

Ob der TSV in der kommenden Runde den Wiederaufstieg schaffen kann, hängt nicht zuletzt von der enorm starken Konkurrenz ab. Als Topfavorit gilt bislang der TV Rottenburg, der neben dem kamerunischen Nationalspieler Ekkun Abbas auch den Russen Igor Basilyuk vom SV Tübingen verpflichtet hat. Trotzdem braucht den Heubergern nicht Bange zu sein, denn schon oft lagen die Nusplinger am Boden und traten aus derlei Situationen gestärkt hervor.

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