VfL-Rückraum düpiert die HBW-Abwehr
Gummersbach, 15.03.2010 von Marcus Arndt
Auch im achten Vergleich mit dem Altmeister gab es für Balingen-Weilstetten nichts zu holen. Im Gegenteil: Noch nie waren die Rollen so klar verteilt, noch nie das Ergebnis so deutlich. Mit 35:22 fegten die Blau-Weißen die Schwaben aus der Halle. „Heute hat Gummersbach exzellent gespielt, wir haben entscheidende Dinge taktisch nicht umgesetzt, haben nur sechs Paraden, aber 22 Fehlwürfe“, analysierte Rolf Brack. Der Balinger Coach fügte hinzu: „Da kann ich mit dem Ergebnis leben, es hätte noch schlimmer laufen können. Es war sogar unsere höchste Saisonniederlage.“ Die hätte noch deutlicher ausfallen können, doch sein Gegenüber schonte in der Schlussphase seine arrivierten Kräfte – Torjäger Viktor Szilagy blieb sogar über 60 Minuten auf der Bank. In der Mitte wirbelte Geoffroy Krantz, der von der HBW-Abwehr nicht zu halten war. Der Franzose setzte geschickt seine Rückraumkollegen ein, die 15-mal trafen. „Wir gewinnen diese entscheidenden Zweikämpfe nicht“, haderte der Sportwissenschaftler, „das ist ein substanzielles Problem.“
Und obwohl den Oberbergischen noch das Kiel-Spiel vom Mittwochabend in den Knochen steckte, machte der VfL vor nur 1960 Zuschauern den frischeren Eindruck. „Ich bin sehr zufrieden und das sage ich eigentlich nicht häufig, weil es immer etwas zu verbessern gibt“, erklärte VfL-Trainer Sead Hasanefendic, „wir haben zuerst 6:0 gedeckt, allerdings in einer offensiven Variante, haben kompakt gespielt, dann schnelle Vorwärtsaktionen gehabt.“ Der 61-Jährige ergänzte: „Wir haben unsere spielerischen Mittel genutzt, die spielstarke Aufstellung mit Pfahl, Krantz und Vukovic hat Wirkung gezeigt.“
