Ein wirkliches Endspiel für die Bärataler
Nusplingen, 25.02.2010 von Milena Kopetz
In den beiden spielfreien Wochen des TSV Nusplingen passierte in der Verbandsklasse so allerhand – sehr zum Leidwesen der Heuberger. Die direkte Konkurrenz des Jagst-Sextetts punktete überraschend und so beträgt der Rückstand der Bärataler (7:17 Punkte) auf das rettende Ufer, den TTC Mühringen auf Tabellenplatz acht (10:16), bereits drei Zähler. Außerdem weisen die Bärataler das mit Abstand schlechteste Spielverhältnis (61:95 Spiele) aller im Abstiegskampf stehenden Vereine auf. Eine weitere Niederlage am Sonntag würde die Chancen auf den Ligaverbleib auf ein Minimum reduzieren.
Ottenbronn spielte zuletzt doppelt: In Mühringen gelang ein 8:8, während die Nordschwarzwälder gegen Altshausen eine 7:9-Pleite kassierten. Daher wird es sich der Tabellensiebte gegen das Schlusslicht auch nicht leisten können, auf seinen Ungarn, Laszlo Harasztovich, zu verzichten, der eigens zu den Spielen des TTC Ottenbronn aus seiner ungarischen Heimat eingeflogen wird. Mit Rolf Jäger steht dem TTC überdies ein ehemaliger Erstliga-Spieler zur Verfügung, der als Punktegarant gilt.
Nusplingen ist am Sonntag, ebenso wie die Gäste, zum Punktesammeln verdammt. Eine weitere Niederlage kann sich das Jagst-Sextett angesichts der Tabellenlage nicht mehr leisten, zumal die direkten Mitkonkurrenten zuletzt ständig gepunktet haben und den Heubergern zu enteilen drohen. Personell kann der TSV zwar aus den Vollen schöpfen, es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Nusplinger mit dem Druck des Gewinnenmüssens umgehen können. Von einer mitentscheidenden Bedeutung könnte wieder einmal der Ausgang der Eingangsdoppel sein. Mit einer Rückrundenbilanz von 2:7-Doppeln sind die Bärataler die bislang schwächste Doppelmannschaft der Rückrunde und musste in jeder Begegnung einem Rückstand hinterher laufen. Dieses Dilemma sollten die Heuberger möglichst abstellen, um die anvisierten Zähler gegen den TTC Ottenbronn einzufahren.
Die Gäste gehen als leichte Favoriten in diese brisante Begegnung – nicht nur aufgrund des hohen 9:2-Vorrundenerfolgs. Man darf darauf gespannt sein, wie die Nusplinger mit der heiklen Situation umgehen können.
