Sparen beim Baugebiet
Etzelbach: Anwohner gehen von geringeren Kosten bei Alternativplanung aus
Balingen, 23.02.2010 von Daniel Seeburger
Die Aussichten sind verlockend. Die Stadt muss angesichts der prognostizierten 30 Millionen Euro-Verschuldung sparen. Da käme ein bis zu 300 000 Euro günstigeres Wohngebiet gerade recht. Marc Zöttl von der Anwohnergemeinschaft Etzelbachstraße / Binsenbol hat eine alternative Planung erstellt und diese in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses den Räten präsentiert. Dabei würden, wie bei der von der Stadt favorisierten Variante 1 auch, 17 Ein- und drei Mehrfamilienhäuser entstehen. Der in der Fläche reduzierte Bolzplatz würde an seinem angestammten Platz bleiben, genau so der Kinderspielplatz. Das in der städtischen Planung nicht beachtete Trafohäuschen ist berücksichtigt. Bis zu 300 000 Euro könnten so gespart werden, sind sich die Anwohner sicher
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung würden Marc Zöttl und Werner Müller von der Anwohnergemeinschaft aufs Rathaus eingeladen, um die Alternativ-Planung zu besprechen, sagt Stadtplaner Michael Wagner. Der Bolzplatz könne nicht an der ursprünglichen Stelle belassen werden, da immissionsschutzrechtlich gewisse Mindestabstände verlangten, erklärt Wagner. Durchaus möglich sei die Beibehaltung des Weges in Richtung Längenfeld. Die städtische Planung ziele aber darauf, den Weg flacher zu gestalten und so auch für Radfahrer attraktiv zu machen. Die Kanalisation führe über einen Sammler in Richtung Etzelbach / Stadthalle. Ein befürchtetes Hochpumpen des Wassers sei nicht notwendig, erklärt der Stadtplaner. Wagner lobt das Engagement der Anwohner. Jetzt müsse man noch die rechtlichen und fachlichen Grundsätze diskutieren.
