Dautmergen im Narrenfieber

Wohl schönste Straßenfasnet im Schlichemtal – Rund 1000 Zuschauer

Dautmergen, 17.02.2010 von Daniel Seeburger

Der Dautmerger Umzug am Dienstag Morgen ist legendär. Keine andere Straßenfasnet im Oberen Schlichemtal zieht so viele Narren und Zuschauer an, wie der Umzug im kleinsten Ort des Zollernalbkreises.

Der Dautmerger Umzug hat ein ganz besonderes Flair. Die Mischung aus schwäbisch-alemannischem Brauchtum und karnevalistischen Einschüben kommt gerade bei Sonnenschein voll zur Geltung. Gestern lachte die Sonne über den Narren – da waren die zehn Minusgrade schnell vergessen, gerade auch bei den Sambatänzerinnen, die aussahen, wie wenn sie direkt von der Copacabana an die Schlichem gereist wären.

Unverzichtbar bei der Dautmerger Fasnet ist Prinz Gerhard, der schon seit Jahren seinen Hofstaat auf dem großen Wagen anführt. Seit einigen Jahren gehören die Grundelhexen dazu, die zwischenzeitlich auf eine bemerkenswert große Zahl angewachsen ist. Auch schon zum „Inventar“ der Dautmerger Straßenfasnet zählt der Musikverein Gößlingen, der traditionell mit dem Rottweiler Narrenmarsch den bunten Reigen eröffnet.

Was sich viele Zünfte insgeheim erträumen, haben die Dautmerger geschafft – rund 1000 Zuschauer säumten die Straßen der kleinen Schlichemtalgemeinde und ließen sich mit Bonbons, Lutschern, Schokolade oder, für die Erwachsenen, Likörfläschchen beschenken. Die Wikinger, Hexen, Zwerge, Seifenblasen, Clowns oder Zimmerleute zeigten sich einmal mehr spendabel.

Neben Hannikels Gesellen aus Leidringen waren auch die Erzinger Pflommasäck, begleitet vom Musikverein, mit von der Partie. Auch sie gehören zwischenzeitlich zur Dautmerger Fasnet wie das Wasser in die Schlichem. Ganze drei Mann hoch war eine Abordnung des Weilener Musikvereins, die mit Trompete, Saxofon und Tenorhorn eine recht eigenwillige Fasnetsmusik präsentierten.

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