Michael Maier kandidiert
Erster Bewerber für Winterlinger Wahl
Winterlingen, 20.01.2010 von Volker Schweizer
Hinter vorgehaltener Hand war schon lange darüber gemunkelt worden, dass Maier, der seit knapp 20 Jahren Bürgermeister in den beiden Schlichemtalgemeinden Ratshausen und Hausen a.T. ist, Ambitionen auf den Chefsessel in der Albgemeinde hat. Vorgestern Abend gab der 45-Jährige den Gemeinderäten in Ratshausen seine Entscheidung bekannt.
„Ich wollte den Spekulationen ein Ende setzen“, begründet Maier im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER sein Vorgehen, schon vor der Festlegung des offiziellen Wahltermins die Öffentlichkeit zu unterrichten. Denn wann die Winterlinger an die Urne gerufen werden, steht noch nicht definitiv fest. Im Gespräch ist der 2. Mai. Am Montag, 25. Januar, legt der Gemeinderat erst die Modalitäten fest. Bürgermeisterin Gabriele Schlee, die eine Amtszeit hinter sich hat, kandidiert aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr (wir berichteten).
Michael Maier ist ein gebürtiger Winterlinger, kennt also seine Heimat aus dem Effeff. Er will, sollte er das Vertrauen seiner Mitbürger bekommen, Winterlingen weiter voran bringen, Zukunft gestalten. „Und mit Mitte 40 kann man ruhig noch was Neues anfangen“, schiebt er nach.
Dass die Arbeit von Gabriele Schlee aufgrund deren Krankheit eingeschränkt war, bedauert Maier. Die Infrastruktur habe trotzdem gute Fortschritte gemacht, darauf lasse sich aufbauen. Er hebt die Sanierung von Hallenbad und Realschule hervor. Auch die Aufnahme ins Landessanierungsprogramm freut ihn.
Michael Maier ist Mitglied im Fußballverein und hat früher auch für Winterlingen die Kickstiefel geschnürt. Während seiner Ausbildung zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst lernte er die Arbeit im Rathaus in Schömberg und im Landratsamt kennen. Von 1987 bis 1990 war der Diplom-Verwaltungswirt Geschäftsführer der CDU Zollernalbkreis.
Seit nunmehr jeweils drei Amtsperioden ist Maier Rathaus-Chef im Schlichemtal. Die Bürger in Ratshausen und Hausen a.T. honorierten seine Arbeit bei den Wahlen stets mit Traumergebnissen.
Und wie haben die Gemeinderäte in Ratshausen am Montag auf einen möglichen Abschied reagiert? Sie hätten Verständnis gezeigt und ihm Erfolg gewünscht, sagt der Vater von zwei Kindern (vier und sechs Jahre). Gleichwohl habe er aber den Eindruck gehabt, dass sie ihn ungern verlieren würden.
Seinen Wahlkampf hat Maier noch nicht im Detail geplant. Natürlich wird es Prospekte und Wahlveranstaltungen in allen Ortsteilen geben. Maier, und das ist ihm klar, muss sich sicherlich mit weiteren Bewerbern auseinandersetzen. Er gibt sich aber selbstbewusst: „Ich bin von meiner Person überzeugt.“
