Ein Jahr, das dem Pferde-Nachwuchs gehört

Der Bitzer Westernreiter Grischa Ludwig lässt die Turniersaison etwas ruhiger angehen

Bitz, 29.06.2009

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Das Jahr 2009 stand für Grischa Ludwig bisher im Zeichen der „Nachwuchsförderung“. Trotzdem gewann der Bitzer einen europäischen Champion-Titel und peilt bei noch anstehenden Events weitere Siege an.

Grischa Ludwig reitet „seit er denken kann“. Nach einem wettkampfreichen Jahr 2008, ging der Vorzeige-Reiner aus Bitz die Turniersaison 2009 etwas ruhiger an. „Ich bin schwer beschäftigt“, begründet der Reiter vom Schwantelhof und verrät, dass eine neue Stall- und Reitanlage auf dem idyllischen Hof in Bitz gebaut werden soll. Dass in diesem Jahr allerhand Organisatorisches anfiel, kam dem 35-Jährigen indes nicht ungelegen. „Das hat sich gut getroffen“, freut sich Ludwig, habe er doch zahlreiche Nachwuchspferde, die er langsam ans Wettkampfgeschehen heranführen wolle.

Trotz der nur wenigen Turnierteilnahmen kann Ludwig in der Weltrangliste momentan einen hervorragenden siebten Platz verbuchen, „ohne ernsthaft auf Weltrangliste geritten zu sein“. Mit dem ein oder anderen Sieg will er noch weiter nach vorne kommen.

Die Saison begann für Ludwig im Februar mit dem Stadthallenturnier in Bremen. Nur dem Österreicher Rudi Kronsteiner musste sich der „Cowboy“ auf „The Great Guntini“ geschlagen geben. So standen am Ende ein zweiter und ein dritter Platz, dieses Mal auf „Nu Tivio Chex“, für Ludwig zu Buche. Im März versammelte sich die Reining-Elite in Kreuth um ihren europäischen Futurity-Champion zu ermitteln. Das Championat ist eines der höchstdotierten Turniere der Welt. Ludwig ging in drei Klassen an den Start und konnte sich nach einem begeisternden Ritt auf seinem Hengst „Whizoom“ als Champion feiern lassen. „Whizoom“ war, dank einem weiteren vierten und einem dritten Platz das zweiterfolgreichste Pferd des Turniers.

Letzterer bereitet Ludwig gerade Kopfzerbrechen. „Whizoom hat sich im Training eine Verletzung zugezogen und wird nicht mit an den Genfer See fahren.“ Das Ereignis auf der Reitanlage der Rennfahrer-Legende Michael Schumacher (vom 3. bis 5. Juli) zieht traditionell ein Weltklasse-Starterfeld ins schweizerische Givrins. Ludwig weiß diesen Ausfall zu verkraften und holt seinen „alten Haudegen“, den zehnjährigen „Coeur D Wright Stuff“ aus dem Stall. Auch der junge „Custom Profile“ wird in Givrins sein Debüt geben. „Die Jungpferde sind wie Überraschungseier“, scherzt Ludwig, „bei denen ist alles möglich“.

Als nächster Höhepunkt stehen im August die „European Championship of American Quarterhorses“ auf dem Programm, wo der 35-Jährige in drei Klassen mit von der Partie sein wird. Mindestens einmal will Ludwig, der beim aktuell laufenden „Derby der NRHA Germany in Kreuth “ aufgrund von Verbandsdifferenzen nicht angetreten ist, ganz oben auf dem Podest stehen. „Ein Ass sticht in jedem Fall“, ist sich Ludwig sicher, der bei dieser Veranstaltung bereits 18 Titel einstreichen konnte.

Beim „Weltfest des Pferdesports“, dem CHIO, der gerade in Aachen stattfindet, dürfen die Western-Reiter in diesem Jahr wieder nicht an den Start gehen. „Die wollen uns nicht dabei haben“, sagt Ludwig und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich glaube, die fürchten uns als Konkurrenz“, ehe er die Klinke in die Hand nimmt um auf eine weitere Trainingsrunde zu gehen.

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