Trigema-Bilanz: 160 Millionen Umsatz - Erneut 50 Arbeitsplätze mehr

Wolfgang Grupp über "schwieriges, aber erfolgreiches Jahr"

Burladingen, 16.03.1999

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Trigema bleibt auf Erfolgskurs. Das Burladinger Texilunternehmen hat seinen Produktionsumsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf die Rekordzahl von 160,8 Millionen mark gesteigert. Die Firma hat 1998 insgesamt 14,1 Millionen Mark investiert und 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zum Jahresende zählte die Trigema-Betriebsfamilie 1158 Angehörige.
In der Jahrespressekonferenz betonte Trigema-Alleininhaber und -Geschäftsführer Wolfgang Grupp, daß Trigema "nach wie vor vom Garn bis zum Fertigprodukt alles in unseren eigenen Werken in Baden-Württemberg" produziert. Und das offenbar mit anhaltendem Erfolg: Entgegen dem Trend in der Textilbranche steigerte der Burladinger Freizeitbekleidungshersteller seinen Produktionsumsatz um 1,4 Prozent auf 160,8 Millionen Mark. Der Wertschöpfungsanteil lag bei 78 Prozent. Grupp: "Das heißt, wir haben mit unserer Hände Arbeit und mit Maschinen 125,5 Millionen Mark erarbeitet". Insgesamt produzierte Trigema 8,1 Millionen Teile. Davon wurden 3,4 Millionen in den eigenen Testgeschäften verkauft, die übrigen Produkte wurden über den Handel abgesetzt. Über die Ertragslage äußerte sich Wolfgang Grupp zufrieden. Auch im Jahr 1998 werde der Ertrag "nicht unter den gewohnten zehn Prozent" liegen. Wie seit vielen Jahren war Trigema auch im vergangenen Jahr auf keinerlei Kredite angewiesen. Der Eigenkapitalanteil beträgt unverändert 100 Prozent.
100 Neueinstellungen
Die Mitarbeiterzahl hat Trigema einmal mehr gesteigert. Im vergangenen Jahr, betonte Gruppe, habe das Unternehmen über 100 neue Mitarbeiter eingestellt. Dabei sei nicht nur die Fluktuation ersetzt, sondern 50 neue Arbeitsplätze geschaffen worden - schwerpunktmäßig in der Konfektion. Zum 31. Dezember 1998 zählte die Trigema-Belegschaft 1158 Köpfe. Grupps persönliche Arbeitsplatzbilanz: "Während in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland die Mitarbeiter seit 1970 von 850 000 auf fast 200 000 reduziert wurden, wurden bei Trigema in dieser Zeit nicht nur die Arbeitsplätze erhalten, sondern allein in den letzten 17 Jahren 450 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, davon allein 150 in den letzten drei Jahren". Insgesamt 14,1 Millionen Mark hat das Unternehmen 1998 investiert. Den Löwenanteil davon verschlang der Neubau der Konfektion im Hauptwerk Burladingen. Außerdem wurden die Außenfassaden sämtlicher Burladinger Werke renoviert, mehrere Maschinen angeschafft, mehrere bebaue und unbebaute Grundstücke gekauft, zwei Trigema- Geschäfte neu eingerichtet und eröffnet und zwei Testgeschäfte wesentlich vergrößert. Für die Werbung hat Trigema im vergangenen Jahr 5,8 Millionen Mark ausgegeben. Wolfgang Grupp setzt dabei unverändert auf den Fernsehspot mit dem Trigema-Affen sowie auf die Werbung auf Flugzeugen. Inszwischen ist der Trigema-Schriftzug auf vier Airbussen der Fluggesellschaft Aero Lloyd zu lesen.
Zugewinn von Kunden
In einem Ausblick auf 1999 sprach Grupp von zwei "sehr schwierigen" ersten Monaten. Das schlechte Wetter sei ebenso spürbar gewesen wie eine generelle Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Die Tatsache, daß den Kunden das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt, konnte Trigema freilich durch den Zugewinn von Kunden kompensieren. Zu erkennen sei, "daß der Verbraucher nicht auf Billig-Produkte, sondern ausschließlich auf Qualität und ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis achtet und sehr sensibel geworden ist gegenüber Produkten, die im Ausland hergestellt werden und damit den deutschen Arbeitsplatz verdrängen", sagte Grupp.
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