Mit dem Tod umgehen

Tag der Kinderhospizarbeit: Projekt schließt mit Fest in der Balinger Sichelschule ab

Balingen, 10.02.2012 von Hannes Mohr

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Mit dem „Tag der Kinderhospizarbeit“ beendet die Stiftung „Kinderland BW“ ihre dreijährige Projektarbeit zum Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospiz im Land. Auch die Sichelschule feierte mit.

„Endlich kann in jedem Landkreis Baden-Württembergs jeder Familie ein kostenloser Kinder- und Jugendhospizdienst angeboten werden“, freute sich Eduard Maass von der Ökumenischen Hospizgruppe Balingen. Die Stiftung „Kinderland Baden-Württemberg“ hatte in den vergangenen drei Jahren ein flächendeckendes, landesweites Netzwerk für Kinder- und Jugendhospizarbeit aufgebaut. Das galt es gestern am „Tag der Kinderhospizarbeit“ zu feiern.

In sechs Städten im Land wurde der Projektabschluss zelebriert. Den Aktionstag in Balingen richtete die Sichelschule aus. Rund 220 Kinder der Längenfeld- und Sichelschule hatten sich dazu in der Turnhalle der Sichelschule versammelt. „Das ist das Ende eines Projektes und zugleich der Beginn einer Kooperation zwischen Schule und Hospizgruppe“, sagte Schulleiterin Edith Liebhäuser bei ihrer Begrüßung.

Zu Beginn spielte die Schülerband der Sichelschule. Nach kurzen Ansprachen von Dr. Rolf Schlagenhauf vom Förderverein der Balinger Hospizgruppe und Balingens Bürgermeister Reinhold Schäfer trat Pfarrer Christof Seisser auf die Bühne. Gemeinsam mit Birgit Schafitel-Stegmann las er das Kapitel aus dem Buch „Ronja Räubertochter“ vor, indem der Greis „Glatzen-Peer“ altersbedingt stirbt.

„Mit den Geschichten sensibilisieren wir die Kinder“, erklärt Maass, „sie sollen mit dem Thema Sterben offen umgehen“. Um den Schülern auf ihrer Wellenlänge zu begegnen, wählten die Organisatoren „Hip Hop“ als Medium für ihre Botschaft.

Der Rapper Toba Borke, DJ Michel Schulz und Sängerin Julia Neumann heizten den Schülern ordentlich ein. Die Künstler forderten die Kinder und Jugendlichen auf, ihnen Worte zuzuwerfen. Prompt verwandelten die Musiker die Begriffe in improvisierten Sprechgesang. Der Rapper Toba Borke, der selbst Todesfälle in seiner Familie zu verschmerzen hatte, ging auf Trauerfälle der Schüler ein. Verspielt und musikalisch zeigte der Rapper den Schülern, wie man mit solchen Situationen umgehen kann.

Neben den Auftritten in der Sichelschule setzte sich das Programm mit öffentlichen Lesungen und Vorführungen im Foyer des Balinger Rathauses über den gesamten Tag hinweg fort.

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