Leserbrief
Schuldenlast scheint niemand zu stören
04.02.2012
Während die ganze Welt massiv sparen muss, gönnt sich Balingen, wie jüngst im Stadtrat beschlossen, ein erneuertes Au-Station und eine Renovierung des Lochenbades. Ob die Kostenvoranschläge eingehalten werden weiß niemand. Sicher ist aber, dass die Schuldenlast der Stadt um viele Prozentpunkte steigen wird. Dieser Umstand scheint aber niemanden der großen Parteien zu stören, denn um wieder gewählt zu werden, machen unsere Vertreter gerne das, was die Mehrheit fordert. Wenn wir Balinger beim Schuldenmachen ohne Aufschrei zusehen, dann werden wir über kurz oder lang unsere Unabhängigkeit verlieren. Wenn jeder von uns fordert, was wir uns nicht leisten können, dann werden uns die Schulden eines Tages erdrücken und wir werden uns nicht einmal mehr das leisten können, was uns wirklich wichtig ist. Es liegt an unserer Einstellung zu den Dingen – der Stadtrat entscheidet oft nach Wiederwahlgesichtspunkten. Also lasst uns überlegen, ob wir das wirklich wollen. Wir sehen doch täglich was passiert, wenn Schuldenkrisen die Unabhängigkeit ganzer Staaten untergraben – ist es schön, fremdbestimmt zu werden?
Frank LayBuhrenstraße 24, Balingen
