Erna sagt allen Spendern: „Danke“
ZAK-Weihnachtsaktion für das krebskranke Mädchen (4) schließt mit 173 244,52 Euro ab
Zollernalbkreis, 02.02.2012 von Daniel Seeburger
Bis zum vergangenen Dienstag konnten unsere Leser noch spenden. Die abschließende Spenderliste ist heute auf unserer Balinger Seite veröffentlicht.
Die Resonanz auf das Schicksal des kleinen Mädchens war unglaublich. 2820 Leserinnen und Leser, Vereine, Schulklassen und Unternehmen spendeten seit Mitte November auf unser Spendenkonto, das von der Volksbank Balingen kostenlos verwaltet wurde. Mit dem Geld können nicht nur die dringend benötigten neuartigen Antikörper hergestellt werden, die für austherapierte leukämiekranke Kinder die letzte Hoffnung sind. Professor Rupert Handgretinger von der Tübinger Kinderklinik kann mit dem Geld unserer Leser und den Mitteln aus weiteren Spendenaktionen mit der bis zu einer Million Euro teuren klinischen Studie beginnen, die wichtig ist für die mögliche Anerkennung der Antikörper als Medikament. Der Gesamtspendenstand aus allen landesweit laufenden Aktionen hat am Dienstag die 400 000-Euro-Marke überschritten. Erna, ihre Eltern und ihre Schwester, die Stiftung des Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen, das Team um Rupert Handgretinger und natürlich der ZOLLERN-ALB-KURIER bedanken sich bei allen Spenderinnen und Spendern.
Erna ist zurzeit im Tübinger Klinikum und wartet auf eine erneute Stammzellentransplantation, die für den nächsten Dienstag geplant ist. Dabei soll sie auch mit den neu hergestellten Antikörpern behandelt werden. „Erna geht es soweit gut“, berichtet ihr Vater Axel A. Brunner. Sie erhält gerade eine Chemotherapie. Dadurch soll ihr Immunsystem absichtlich geschwächt werden, um dann die Transplantation in Angriff nehmen zu können.
„Das Ziel der Spendenaktion ist erreicht“, freut sich Professor Hans-Werner Stahl, Geschäftsführer der Stiftung des Fördervereins für krebskranke Kinder in Tübingen. Bei der Stiftung laufen die Fäden für die Hilfe zusammen. Nicht nur die „Aktion Erna“ wird dort unterstützt. Man fördere laufend die Krebsforschung, erklärt Stahl, und wolle in nächster Zeit weitere große Investitionen anstoßen. Ein beachtenswerter Erfolg: Durch die Hilfe der Stiftung hat die Krebsforschung an der Tübinger Kinderklinik einen wichtigen Schub erhalten. Rund eine Million Euro sind dort in den vergangenen 13 Jahren in verschiedene Forschungsprojekte geflossen. Ein Großteil des Kapitalstocks komme aus Erbschaften, erläutert Hans-Werner Stahl. Dieser Kapitalstock hätte in den vergangenen Jahren stark erhöht werden können. Aber auch kleinere Spenden werden benötigt, um gegen den Moloch Krebs ankämpfen zu können.
Man kann die Stiftung des Fördervereins unterstützen. Beispielsweise mit einem Dauerauftrag. Dadurch leistet man einen Beitrag im Kampf gegen die heimtückische Krankheit. Das Ziel ist zwar noch Utopie, doch nur wer das unmöglich Scheinende in Angriff nimmt, wird Erfolg haben. Kein Kind, so die Hoffnung, soll mehr an Krebs sterben.
Info
Spenden oder Daueraufträge sind möglich auf die Kontonummer 415 900 000 der Stiftung des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen bei der Volksbank Herrenberg, BLZ 603 913 10. Weitere Infos gibt's unter www.stiftung-krebskranke-kinder.de/
