Ein Spektakel zu Ehren des Alten Harzer
Die Schömberger Narrenzunft feiert dieses Wochenende zum ersten Mal Narrentage
Schömberg, 02.02.2012 von Rosalinde Conzelmann
Es gibt zwei Gründe für die ersten Schömberger Narrentage am 4. und 5. Februar: Der Alte Harzer, das älteste noch vorhandene Fasnetshäs in Schömberg, ist dieses Jahr 200 Jahre alt und die Zunft feiert 2012 ihren 90. Geburtstag. Die Narrenzunft hat das zweitägige Fest von langer Hand geplant, das Städtle wird am Wochenende Gastgeber für 3000 Hästräger sein.
Neben den Zünften aus dem Oberen Schlichemtal als unmittelbare Nachbarn haben Zunftmeister Bernhard Wuhrer und sein Narrenrat elf Zünfte eingeladen, die ebenso wie die Schömberger auf eine lange Tradition verweisen können und stolz sind auf ihre eigene Fasnet. „Wir haben am Wochenende beim großen Narrentreffen in Konstanz die Zünfte aus Waldkirch und Engen getroffen, sie freuen sich schon riesig auf Schömberg“, sagt Armin Müller.
Am Samstagabend wollen die närrischen Vereinigungen unter sich sein. Da der Sternenmarsch aber etwas Besonderes ist, „werden sicherlich Zuschauer kommen“, so Müller. Für das närrische Volk werden der Zehntscheuervorplatz und der Marktplatz hell erleuchtet sein.
Am Sonntag dürfen sich die Zuschauer auf ein nicht alltägliches Narrenspektakel freuen. Der Narrentag beginnt um neun Uhr mit einer Narrenmesse in der St. Peter- und Paulkirche. Nach einem närrischen Frühschoppen in der „Stauseehalle“ gibt es um 11 Uhr auf dem Marktplatz Brauchtumsvorführungen aus den Reihen der Gastzünfte.
Als „größtes und schönstes Ereignis“ bei den ersten Schömberger Narrentagen kündigen die Gastgeber den Umzug an, der am Sonntag um 13.30 Uhr am Gasthaus „Plettenberg“ starten wird. Angeführt von den Herolden der Narrenzunft Schömberg und einer Gruppe Alter Harzer beteiligen sich die Nachbarschaftszünfte aus Ratshausen, Wellendingen, Zimmern unter der Burg, Weilen unter den Rinnen, Dotternhausen, Dormettingen, Schörzingen, Wilflingen, Zepfenhan und natürlich Schömberg daran. Den Umzug bereichern zudem die Vereinigungen aus Engen, Endingen, Bräunlingen, Geisingen, Wolfach, Waldkirch, Gegenbach und Offenburg. Aus der Schweiz geben sich die Röllizunft Siebnen, und die Röllelibutzen Altstätten die Ehre. Kapellen und „Guggis“ begleiten den bunten, fröhlichen Zug.
Morgen Abend werden die Zunftmitglieder die letzten Vorbereitungen treffen und nochmals anpacken. „Wir sind gut aufgestellt, das meiste ist erledigt“, betont Armin Müller. Dank der Mithilfe der anderen Schömberger Vereine ist das Städtle auf den Narrensturm vorbereitet und die Zunft freut sich auf ihre Rolle als Gastgeber. Von der Bewirtung über das Massenlager bis hin zur Parkplatzfrage ist alles geklärt. Einzig das Wetter bleibt die unkalkulierbare Unbekannte in der Rechnung. Armin Müller ist aber zuversichtlich, „dass es zwar kalt, aber nicht nass sein wird.“ Schließlich ist die Konstellation, 200 Jahre Alter Harzer und 90 Jahre Zunft, kein x-beliebiges Ereignis. Das ist bestimmt bis zum Wettergott vorgedrungen.
