Hollauer startet durch

Albstadts neuer Baubürgermeister ist heute den ersten Tag offiziell im Amt

Albstadt-Tailfingen, 01.02.2012 von Holger Much

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Heute sitzt Udo Hollauer das erste Mal offiziell als Albstädter Baubürgermeister am neuen Schreibtisch. Darauf stapeln sich bereits viele Projekte, denen sich der neue Dezernent nun widmen möchte.

In der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, 27. Oktober 2011, wurde der 43-jährige Udo Hollauer zum Nachfolger von Rainer Mänder und damit zum neuen Albstädter Baubürgermeister gewählt. Seither war der bisherige Meßkircher Stadtbaumeister mindestens einmal wöchentlich in Albstadt, schaute im Tailfinger Rathaus vorbei, besuchte Gemeinderatssitzungen oder, wie jüngst, den Neujahrsempfang des Galerievereins.

Denn für Kunst, gesteht Udo Hollauer, hat er eine besondere Schwäche, etwas, das ihn mit seinem Vorgänger im Amt verbindet. Die bisherige Linie in Sachen „Kunst am Bau“, bestätigt Udo Hollauer, werde er, wo angebracht, auf jeden Fall fortsetzen.

Heute sitzt er das erste Mal hochoffiziell in seinem neuen Büro. Dort wartet bereits einiges an Arbeit auf den neuen Schultes. Welche Projekte liegen ihm nun besonders am Herzen? Was wird er als erstes anpacken?

„Der Talgang steht erklärtermaßen ganz oben auf meiner Prioritätenliste“, bestätigt Udo Hollauer im Interview. „Der Abbruch des Haka-Gebäudes ist mehr oder weniger geregelt, die Vergabe der Abbrucharbeiten wird wohl im Frühjahr über die Bühne gehen“. Dann ist endlich Platz für die Gestaltung des „Netzwerkzentrums Technische Textilien Albstadt“, kurz „NITTA“ genannt. Die nächste große Sache nach dem Abbruch wird die Frage sein, wie das neue Netzwerkzentrum architektonisch gestaltet werden soll.

Für die weiteren „Chancengebiete“ in Tailfingen, fügt Udo Hollauer an, müsse man sich um weitere Zuschüsse bemühen und konkrete Konzepte vorlegen.

Die Wohnbaugebiete in Albstadt entwickeln sich positiv. Hier müsse laut Hollauer der Trend verstärkt werden. Aber auch die Innenentwicklung dürfte man nicht aus den Augen verlieren. Was die bauliche Ausgestaltung und Fortführung der Ebinger Innenstadt betrifft: hier seien die Weichen eigentlich vom Vorgänger Rainer Mänder aufs Beste gestellt.

Eine weitere, eher interne Aufgabe wird sein, das Bauamt neu zu strukturieren, gewisse Arbeitsabläufe auf den neuen Chef auszurichten. Der, räumt er ein, müsse sich in einem wesentlich größeren Amt nun auch eine andere Arbeitsweise angewöhnen: „Früher habe ich doch sehr viel selbst gemacht. Das würde ich nun gar nicht mehr schaffen. Ich wechsle also in gewisser Weise von der Sachbearbeiter- auf die Managementebene“. Ansonsten seien die Abläufe die gleichen.

Umziehen möchte Udo Hollauer mit seiner Familie auf jeden Fall: „Es war von Anfang an klar, dass ich nach Albstadt ziehe, wenn ich gewählt werde“. Da die Hollauers in Meßkirch ein schönes Eigenheim besitzen, das dann verkauft werden müsste, wird der Umzug aber nicht in den nächsten Monaten stattfinden.


Von Meßkirch nach Albstadt

Die Wiege stand in Meßkirch: Udo Hollauer erblickte 1968 das Licht der Welt, ist verheiratet und hat zwei Töchter. An der Fachhochschule in Biberach studierte er von 1996 bis 1999 Bauingenieurswesen und schloss mit Diplom ab.

Zielstrebig: Mit 33 Jahren war Udo Hollauer der jüngste Stadtbaumeister im Amt – Seit 2001 bekleidet er dieses Amt in Meßkirch. Mit dem Wechsel ändern sich für Udo Hollauer auch die Dimensionen. Eine Stadt mit rund 8 400 Einwohnern tauscht er gegen eine mit 48 000 ein, ein Amt mit drei gegen eins mir 90 Mitarbeiter.

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