Fest in Narrenhand
Umzug in der Ebinger Innenstadt mit 88 Gruppen
Albstadt-Ebingen, 30.01.2012 von Torsten Pohling
Schon der Zunftmeisterempfang stand unter einem närrischen Vorzeichen. Statt eines Startsignals gab es einen Feueralarm: In der Küche war ein närrisches Malheur passiert und schon rückten Feuerwehr und Polizei an. Zum Glück war es nur heiße Luft mit viel Rauch und so konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Natürlich verspätete sich dadurch alles, immerhin waren 88 Zunftmeister zu begrüßen. Günther Mogdans nahm es souverän.
OB Dr. Jürgen Gneveckow übernahm die Begrüßung in Ebingens „Narhalla“, der Festhalle. Auch die Präsidentin des Narrenringes Alb-Lauchert, Mechthilde Schnitzer, freute sich ob der hier inzwischen wieder fest verankerten Fasnet. Anton Blau von der Vetternzunft Harthausen packte OB Dr. Gneveckow schnell in ein richtiges Häs und Norbert Ott von der Narrenzunft Hettingen überreichte eine Geldspende, allerdings in einem Stahlrohr fest verschweißt.
Am Umzug nahmen acht der elf Albstädter Narrenzünfte teil und immerhin sieben von vierzehn Zünften des Alb-Lauchert-Ringes, zu denen die „Schlossis“ auch gehören. Insgesamt überwogen die Hexen, welche beim Umzug auch den größten Schabernack trieben.
Allerdings ist das alles nichts gegen einen „Schildbürgerstreich“: Wie sich herausstellte, konnten die neu an der Oberen Vorstadt aufgestellten Poller nicht aus dem Weg geräumt werden. Die Umzugswagen konnten deshalb gar nicht oder nur mit einem Umweg am Umzug teilnehmen. Am Freitagabend noch hatten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung allerdings offenbar noch keinen Zweifel daran gehabt, dass die Poller entfernt werden könnten. Dass sich das dann doch als Trugschluss erwies, war zumindest überraschend.
