Millionen lösen sich in Luft auf

27.01.2012 von Volker Bitzer

„Whitney Houston ist pleite!“ – Über diese Radionachricht staunte ich gestern Morgen nicht schlecht. Die Sängerin ist in guter Gesellschaft. Schon viele Popstars und Musikgrößen haben ihr Millionen-Vermögen verprasst. Oder haben zumindest zeitweilig am Existenzminimum gelebt. Joe Cocker, Michael Jackson oder Marianne Faithfull zum Beispiel, um nur ein paar zu nennen. Whitney soll sogar Freunde um 100 Dollar angebettelt haben. Wie peinlich. Nicht wenigen Weltklasse-Sportlern ging es nicht anders. Da sahnen weltbekannte Topathleten über Jahre hinweg Hunderte an Millionen ab, schaffen es aber nicht, von dieser gewaltigen Substanz auch nur zehn oder 20 Jahre lang zu leben. Ich frage mich ernsthaft, wie das geht? Klar, auf übergroßem Fuß leben ist das eine, die falschen Freunde und Berater zu haben, das andere. Aber schließlich gibt es doch auch noch das, was jeder von uns naturgemäß mitbringt, auf gut schwäbisch: Ein wenig Grips im Hirn. Jeder Arbeitslose oder Hartz-IV-Bezieher muss es schaffen, mit seinen wenigen Kröten Haus zu halten. Ihnen bleibt nichts anderes übrig. Wenn dann Nachrichten wie die von Whitney Houstons Pleite durch die Medien gehen, dann ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Als Trost bleibt für Normalsterbliche, dass die angehimmelten Stars eben auch nur normalsterblich sind und sowieso Hochmut vor dem Fall kommt.

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