Grupp kritisiert Schleckers Gier
Trigema-Chef fordert Unternehmerhaftung
Burladingen, 25.01.2012
Seine Kritik an seinem schwäbischen-Unternehmerkollegen Anton Schlecker hat der Burladinger Trigema-Chef Wolfgang Grupp (Foto) gegenüber unserer Zeitung bekräftigt. „Ein Unternehmen zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten, vor allem aber auf Kosten des Staates zu sanieren, hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun“, hatte Grupp der „Wirtschaftswoche“ gesagt. Durch die angestrebte Planinsolvenz könne die Drogeriekette nun drei Monate lang Lohnkosten sparen. Schlecker habe das Geld, das er mit Hilfe seiner Beschäftigten verdient habe, für sich behalten beziehungsweise in die Expansion des Unternehmens gesteckt. „Hier werden diejenigen belohnt, die dem Größenwahn und der Gier frönen, während die Anständigen die Dummen sind“, kritisierte Grupp.
Im Gespräch mit unserer Zeitung verband Grupp die Kritik an Schlecker mit einer erneuten Forderung an die Politik, Unternehmern, die nicht persönlich haften wollen, Schranken zu setzen.
„Bevor es möglich ist, dass ein Schlecker eine Vielzahl von Filialen in Portugal eröffnet, muss er als Unternehmer dafür die persönliche Verantwortung übernehmen“, sagte Grupp. Es könne nicht angehen, dass ein Unternehmer wie Schlecker „im Größenwahn den Überblick verliert und dann den Bettel dem Staat hinschmeißt“
