Stadt zeigt sich großzügig

Förderprogramm kommt gut an – 482 500 Euro ausgegeben

Messstetten, 25.01.2012 von Volker Schweizer

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Viele junge Familien nehmen die Wohnungsbauförderung der Stadt in Anspruch. Das Programm sei auch sehr attraktiv, betonte Kämmerer Jürgen Buhl, der im Gemeinderat aktuelle Zahlen vorlegte.

2011 betrug das Fördervolumen 156 000 Euro. Damit reichte die im Haushalt bereitgestellte Summe von 100 000 Euro gar nicht aus. 104 000 Euro flossen an junge Familien, die ein Gebäude gekauft haben, 34 000 Euro in neue Häuser. Neu ist seit Juli 2009, dass es auch für Kinder, die innerhalb von fünf Jahren nach dem Kauf oder dem Bau eines Hauses geboren werden, Geld gibt. 10 000 Euro machte die Stadt Meßstetten dafür locker.

Um noch größere Anreize für die Sanierung von Wohngebäuden, die 50 Jahre oder älter sind, zu geben, wurde der Förderbetrag ebenfalls erhöht. Das Angebot stieß bislang auf wenig Interesse. 2011 förderte die Stadt ein Vorhaben in Höhe von 8000 Euro.

Kämmerer Jürgen Buhl gab Alfred Fauser (CDU) recht, der es gerne sehen würde, wenn sich die Zuschüsse für den Erwerb älterer Bausubstanzen veränderten. Um dies zu erreichen, schlug Buhl eine Umschichtung der Fördermittel zu Lasten des Erwerbs jüngerer Gebäude vor. Dies würde der früheren Stadtsanierung entsprechen.

Es sei schwer, jemanden zu bewegen, ein altes Haus an der Ortsdurchfahrt zu kaufen, meinte Bürgermeister Lothar Mennig. Die große Mehrheit bevorzuge die Neubaugebiete. „Das ist aber kein spezifisches Meßstetter Problem“, so Mennig. Trotzdem forderte Alfred Fauser die Verwaltung auf, nichts unversucht zu lassen, der Entwicklung entgegenzutreten. Und sein Kollege Tarzisius Eichenlaub von der Freien Wählervereinigung hegte die Hoffnung, dass die Landesregierung ein neues Förderprogramm auflegen wird.

Info

Das Wohnungsbauförderprogramm für junge Familien gibt es seit 2008. 87 Vorhaben im Gesamtwert von 482 500 Euro wurden seither bewilligt, davon 28 Neubauten und 59 Erwerbsfälle. Dazu kommen noch zwölf Nachbewilligungen nach der Geburt von Kindern und eine Sanierung. Im Haushalt 2012 sind wiederum 100 000 Euro vorgesehen.

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