Zukunft in der Hand

Volleyball: Richtungsweisendes Regionalliga-Kellerduell

Burladingen, 21.01.2012 von Frank D. Engelhardt

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Mit zwei Fünf-Satz-Matches in den Beinen gehen die Burladinger Regionalliga-Volleyballerinnen in ihr nächstes Spiel, das richtungsweisend ist. Denn Gastgeber ist am Samstag der direkte Konkurrent Beiertheim.

Die vergangenen Tage waren sicherlich anders wie sonst für die Spielerinnen von Trainer Philipp Kurz. Innerhalb von drei Tagen mussten sie insgesamt zehn Sätze spielen – lange und aufreibende Ballwechsel sowie Ausfälle inklusive.

Vor heimischer Kulisse hatte Burladingen den Favoriten Rottenburg an der kurzen Leine und am Rande einer Niederlage. Das ganze Potenzial der jungen Fehla-städterinnen blitzte gegen den Tabellendritten einmal mehr auf, doch am Ende reichte es nicht ganz – wie so oft in dieser Saison. Die Gäste profitierten letztendlich von einer taktischen Variation, die nicht den erhofften Erfolg brachte – und nahmen beide Punkte mit. „Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir nicht nur in diese Liga gehören, sondern auch mit den Großen mithalten können“, nimmt der TSV-Coach das Ergebnis sportlich und schaut nach vorne.

Am Montagabend, nur zwei Tage nach dem Fünf-Satz-Krimi, wartete bereits die nächste Aufgabe auf das Burladinger Ensemble. In der dritten Runde des VLW-Verbandspokals bat die TSG Backnang zum Tanz auf die Platte. Die Landesliga-Damen hatten im Wettbewerb bereits für Furore gesorgt und wollten es ihren Gästen von der Alb auch nicht zu einfach machen. Das merkten die Burladingerinnen, die nach über eineinhalb Stunden Anfahrt das schwere Fünf-Satz-Match vom Samstag nicht so einfach aus den Beinen schütteln konnten.

„Meine Mannschaft war ziemlich platt, außerdem musste ich mit Annika Jörg krankheitsbedingt auf eine meiner Leistungsträgerinnen verzichten“, erklärt Kurz. Die ersten beiden Sätze gingen so an die Gastgeberinnen. „Mein Team hat sich dann in die Partie hineingebissen und letztendlich einen 3:2-Arbeitssieg gelandet“, kann sich der TSV-Übungsleiter mit dem Ergebnis durchaus anfreunden. Die nächste Runde ist erreicht und das, obwohl das Burladinger Team im Spiel einen weiteren Ausfall zu beklagen hatte: Nadja Kretschmann verletzte sich während eines Ballwechsels an der Hand.

Zehn Sätze innerhalb von nur drei Tagen veranlassten den TSV-Trainer dann auch dazu, die Vorbereitungen für das nächste Ligaspiel etwas zu modifizieren: „Die Trainingseinheit am Mittwoch hätte nicht viel Sinn gemacht.“ So haben sich die Regionalliga-Volleyballerinnen gestern Abend auf den nächsten Gegner eingestimmt. Mit Beiertheim wartet ein direkter Konkurrent um den Verbleib in der Liga. Der SVK hat in der Hinrunde nur denkbar knapp die Punkte aus der Trigema-Arena entführen können, heute sinnen die Burladingerinnen natürlich auf Wiedergutmachung.

Die Gastgeber aus Karlsruhe sind bisher meist zu null abgestraft worden, haben sich allerdings gegen die beiden anderen Kellerkinder Umkirch und Burladingen jeweils mit 3:2 durchgesetzt. Beiertheim ziert damit den achten Tabellenplatz mit gerade einmal sieben gewonnen Sätzen. Im Vergleich: Die Fehlastädterinnen haben bereits doppelt so viele auf der Habenseite.

„Gegen die Topteams sind wir immer stark, nur gegen die schwächeren Teams tun wir uns immer unnötigerweise schwer“, weiß Kurz und betont: „Wenn wir unser Spiel aufziehen können, ist alles möglich.“

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