„HaKa“: Abriss im Frühjahr?
Wichtige Gemeinderatsitzung im März
Albstadt-Tailfingen, 21.01.2012 von Holger Much
„Jetzt ist Tailfingen dran“ – dieser Slogan ist in aller Munde. Zu recht. Und der fulminante Startschuss ist definitiv die Errichtung des „Netzwerkzentrums Innovation und Technische Textilien Albstadt“, kurz „NITTA“ genannt. Besser gesagt, zunächst der Abriss des HaKa-Gebäudes, auf dessen Grund das NITTA entstehen soll.
Hinter den Kulissen wurde im Technischen Rathaus die ganze Zeit eifrig an der Verwirklichung dieses großen, wegweisenden Vorhabens gearbeitet. Im Vorfeld gab es so genannte „orientierende Untersuchungen“, um konkrete Hinweise dafür zu erhalten, wo in der seit langen Jahren leer stehenden und ziemlich verfallenen Tailfinger Textildruckerei überall Altlasten, also Schadstoffe, verborgen sind: Im Boden, in den Wänden oder auch im Estrich.
Ein spezialisiertes Ingenieurbüro wird dann ein so genanntes „Leistungsverzeichnis“ für den Abbruch samt fachgerechter Entsorgung der Altlasten erstellen. Auch die Überwachung der Abbrucharbeiten sowie die Altlastenentsorgung obliegt dem beauftragten Ingenieurbüro. Denn Gebäude als auch Grundstück, beides mittlerweile im Besitz der Stadt Albstadt, sind im so genannten „Altlastenkataster“ verzeichnet. Damit das Grundstück dort wieder gestrichen wird, ist eine lückenlose Dokumentation der Abrissarbeiten notwendig.
„Das weitere Vorgehen in Sachen NITTA wird mit großer Wahrscheinlichkeit im März beraten und im Gemeinderat beschlossen“, sagt Andreas Bodmer, Sanierungsbeauftragter des Baudezernates. Wenn der Gemeinderat dann endgültig grünes Licht gibt, fügt Herbert Lorenz vom Amt für Bauen und Service hinzu, könne es auch recht schnell gehen mit dem Abbruch des HaKa-Gebäudes. Hierbei wird man ganz besonders umsichtig zu Werke gehen müssen. Denn die enge Bebauung rund um das Firmenareal lässt wenig Spielraum.
Nach dem Abbruch wird dann die Frage sein, wie das neue Forschungs- und Netzwerkzentrum, Leuchtturmprojekt und Chancengebiet in Tailfingen architektonisch adäquat gestaltet werden soll. Wie sich die weiteren Planungen gestalten, könnte sich ebenfalls dieses Jahr entscheiden. Denn jetzt ist Tailfingen dran!
