Keppler verschenkt Top-Ten-Platzierung

Wintersport: Ebinger fährt auf Rang 17

Wengen/Kranj, 17.01.2012 von Reinhard Linder

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Stephan Keppler sammelt kräftig Weltcup-Punkte. Beim Klassiker in der Schweiz, der Lauberhorn-Abfahrt am Samstag in Wengen, belegte der Albstädter trotz einer hohen Startnummer den 17. Platz.

„Nachdem es im Training nicht gut gelaufen ist, bin ich mit diesem Ergebnis eigentlich zufrieden“, sagte der 28-Jährige vom WSV Ebingen. 1,68 Sekunden betrug sein Rückstand im Ziel auf den Sieger Beat Feuz, dem ein Superlauf gelungen war. Im oberen Teil der Strecke war Keppler zu seiner eigenen Erwartung sogar deutlich schneller unterwegs als der Schweizer. Seinen ersten kleinen Fehler baute er an der Minschkante ein, an der es ihn etwas verdrehte. Nicht optimal genommen habe er auch das anschließende Kernen-S, so Keppler weiter, also die Passage, in welcher er im Vorjahr so schwer gestürzt war. Trotzdem war sein Rückstand nur minimal und wuchs auch im Mittelteil der Strecke nicht deutlich an. Eine Schrecksekunde erlebte der Albstädter, als es ihn im Ziel-S aushob und er gerade noch einen Sturz verhindern konnte. „Unten habe ich eine Top-Zehn-Platzierung verschenkt“, grantelte er mit sich.

Tatsächlich waren die Zeitabstände äußerst gering, nicht einmal neun Zehntel fehlten Keppler auf Platz fünf. Und auch die Nummer 24, die er am Vorabend gezogen hatte, sei nicht ideal gewesen. Im oberen Teil habe sie sich auf der eisigen Piste nicht negativ ausgewirkt, aber im nicht durchgefrorenen Mittelteil sei der Schnee etwas weich gewesen und es habe viele Spurrillen gegeben. Nicht beeinträchtigt gefühlt habe er sich durch seine Patellasehnenentzündung, „mein Knie habe ich nicht gespürt.“

Der nächste Klassiker folgt am kommenden Wochenende am Hahnenkamm in Kitzbühel. Auf die schwerste Abfahrt des Weltcup-Winters will sich Keppler auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen vorbereiten. Am Mittwoch und Donnerstag gibt es die offiziellen Trainingsläufe, am Freitag steht der Super-G auf dem Programm und am Samstag die Abfahrt.

Ganz miserabel ist das vergangene Wochenende für den Meßstetter Skispringer Pascal Bodmer verlaufen. Eigentlich wollte er sich im Continental-Cup das nötige Selbstvertrauen für eine Rückkehr in den Weltcup holen. Der erste Wettbewerb in Kranj fiel den Wetterbedingungen zum Opfer, dafür ließen seine Trainingsleistungen in Neustadt auf gute Ergebnisse hoffen. Der Rückschlag folgte am Samstag. Im Probedurchgang segelte der Meßstetter noch auf 126,5 Meter, aber als es darauf ankam, setzte er schon bei 119,5 Metern auf. Als 38. verpasste er schließlich klar das Finale.

Noch schlimmer erwischte es den 21-Jährigen am Sonntag. Sein Probesprung auf 123,5 Meter war noch im Rahmen, doch im ersten Durchgang reichte es nur zu 118 Metern. Mit Platz 51 verabschiedete er sich aus dem Wettbewerb. Ob er eine Wettkampfpause einlegt und sich auf das Training konzentriert oder mit der Mannschaft nach Japan zum CoC in Sapporo fliegt, müssen jetzt die Trainer entscheiden.

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