„Geld her, oder dein Hund ist tot“
Einbrecher schlagen und fesseln ihre Opfer – Täter wohl Osteuropäer
Hechingen, 11.01.2012
Dienstagnacht in der Hechinger Unterstadt: Eine 55-jährige Frau, die mit ihrem Lebensgefährten ein Haus im Prinzling bewohnt, fiebert bis in die frühen Morgenstunden vor dem Fernsehgerät bei einem Krimi mit. Kaum hat sie sich schlafen gelegt, wird die Fiktion von der Realität überrollt. Ein maskierter Mann reißt die Frau und ihren 62-jährigen Lebensgefährten brutal aus dem Schlaf.
Die beiden Einbrecher hatten gegen 3.30 Uhr an der Kellertür ein Fensterchen eingeschlagen und sich auf diese Weise Zugang zu dem Haus verschafft. Schockierend ist die Brutalität, mit der sie gegen die beiden Bewohner vorgehen: Unter massiven Drohungen mit einem Messer, sowie Schlägen mit einer Stange, erpressen die Einbrecher die Herausgabe von Bargeld. Als die Überfallenen zögern, werden die Räuber deutlich: „Geld her – oder dein Hund ist tot“, warnt einer der beiden Männer in gebrochenem Deutsch.
Mit dem Messer droht er dem Hündchen die Kehle durchzuschneiden. Der Frau selbst drohen die Einbrecher, ihr einen Finger abzuschneiden. Derart eingeschüchtert, händigen die Prinzling-Bewohner den Räubern einen größeren Bargeldbetrag aus. Die beiden Eindringlinge fesseln den Mann und die Frau mit Kabelbindern und Knebelband und verlassen den Tatort. Ihre Opfer warnen sie eindringlich, sich eine Zeit lang ruhig zu verhalten. Eine halbe Stunde lang trauen sich die Überfallenen nicht, sich zu rühren. Dann gelingt es der Frau, sich zu befreien. Eine Nachbarin hört ihre Hilferufe und verständigt die Polizei. Die Frau blieb unverletzt. Ihr 62-jähriger Lebensgefährte erlitt durch die Schläge mit der Stange blutende Verletzungen.
Von den Tätern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit osteuropäischer Herkunft sind und nur gebrochen deutsch sprachen, liegen folgende Personenbeschreibungen vor: Sie dürften etwa 1,80 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt sein und trugen dunkle Kleidung. hy
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Hinweise an die Kripo in Balingen, Telefon 07433/264-0.
