„Die Saison wird noch eine ganz enge Kiste“

Handball-Landesliga: Qualität in der Abwehr stimmt – Angriff läuft noch nicht optimal

Albstadt-Ebingen, 22.12.2011 von Frank D. Engelhardt

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Nach einem schweren Start sind die Landesliga-Herren der HSG Albstadt immer besser in Tritt gekommen. Doch noch ist es für die junge Handball-mannschaft ein weiter Weg zum Klassenerhalt.

Zwölf Spiele, vier Siege, vorletzter Tabellenplatz – so liest sich die bisherige Saison der HSG Albstadt in der Männer-Landesliga. Eine nüchterne Zwischenbilanz für eine emotionale Runde, in die sich die Truppe von Trainer Markus Ilitsch Stück für Stück hin-eingearbeitet hat.

„Zum Rundenauftakt hatten wir kein konkurrenzfähiges Team, zu viele Baustellen“, gibt Ilitsch ohne Umschweife zu. Die erste Partie gegen Aufsteiger TG Schwenningen offenbarte die ganze Misere; die zweite Halbzeit konnte der Absteiger aus Albstadt zwar für sich entscheiden, in der ersten lief dafür nicht viel zusammen – eine knappe Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten. Die Niederlage gegen Magstadt am darauffolgenden Spieltag schmeckte dagegen nicht so bitter. „Wir haben unser ganzes Leistungspotenzial abgerufen, gegen eine so starke Mannschaft war einfach nicht mehr drin“, kommentiert der 37-Jährige die 24:28-Pleite.

Mit dem Mazedonier Darko Stojanoski und Marc Sailer vom TV Altenbach erfuhr die junge Handballtruppe dann Anfang Oktober die dringend benötigte Verstärkung. „Die beiden erfahrenen Spieler zu integrieren, war nicht einfach und hat natürlich wertvolle Zeit gekostet“, erklärt Ilitsch. „Was andere in der Vorbereitungsphase machen, mussten wir während des regulären Spielbetriebs meistern: eine funktionierende Einheit aus den Einzelspielern bilden.“

Dass beim Primus in Herrenberg nichts zu reißen war, sei im Vorfeld klar gewesen, „aber in Pfullingen hätten wir gewinnen müssen“, trauert der Übungsleiter den verlorenen Punkten nach. Zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff hatte dort die HSG den entscheidenden Treffer zum 24:25 kassiert. „Und nach dem Spiel in Böblingen war ich richtig sauer“, kommentiert er den lustlosen Auftritt seines Ensembles bei einem möglichen Abstiegskandidaten. „Gegen die direkten Konkurrenten müssen wir einfach punkten.“

Der erste völlig unerwartete Auswärtserfolg in Fridingen/ Mühlheim Mitte November markierte eine kleine Trendwende bei der HSG, die fortan von den letzten vier Begegnungen drei für sich verbuchen konnte. Gerade gegen Schlusslicht Mössingen leisteten sich die Albstädter ihren einzigen Fehltritt, der aufgrund der Tabellensituation umso mehr schmerzt.

Mit 8:16 Punkten rangiert die HSG vor der Winterpause auf Rang elf, nur drei Punkte mehr hat der Tabellenvierte aus Fridingen. „Das wird noch eine ganz enge Geschichte“, ist sich der Verantwortliche sicher. Das Spielkonzept stimme, die Unerfahrenheit der Spieler könne man damit allerdings nicht so einfach wettmachen. „Individuelle Fehler, die sich vielleicht sogar über Jahre eingeschlichen haben, sind nicht so schnell auszumerzen. Wir werden auch weiterhin absolut gegen den Abstieg spielen.“ Dabei stellt die HSG aktuell die drittbeste Abwehr in der Liga, nur Rietheim-Weilheim und Neuhausen haben noch weniger Treffer hinnehmen müssen. Das HSG-Spiel kranke allerdings noch am Angriff, weniger Tore hat nämlich kein anderes Team geworfen.

Vor Weihnachten dürfen sich die Spieler noch etwas Ruhe gönnen, in der kommenden Woche stehen dafür vier Trainingseinheiten an, und am 2. Januar beginnt schon wieder das Hallentraining. Am 6. Januar möchten die HSG-Herren außerdem an einem Turnier in Dettingen/Erms teilnehmen. Der Januar werde kein Zuckerschlecken, bemerkt Ilitsch mit Blick auf den Spielplan, der unter anderem den Tabellenführer vorsieht.

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