In Söflingen gehen allmählich die Lichter aus
3. Liga: Auch die anderen Mannschaften um den HBW 2 verlieren ihre letzten Hinrundenspiele
Balingen, 20.12.2011 von Reinhard Linder
Zumindest HBW-Trainer Eckard Nothdurft dürfte am Samstag und Sonntag entspannt gelächelt haben, als er sich die Ergebnisse anschaute. Die Ausgangslage seiner Mannschaft, die mit 11:19 Punkten auf dem viertletzten Platz liegt, hat sich nicht verschlechtert. Alle Teams in unmittelbarer Nähe haben ihr letztes Hinrundenspiel verloren, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist bei drei Zählern geblieben.
Für Nothdurfts Ex-Klub TSG Söflingen dürften die Lichter in der dritthöchsten Spielklasse allmählich ausgehen. Die Kuhberger verloren zu Hause gegen einen TSV Friedberg, der nur noch neun gesunde Feldspieler in seinen Reihen hat. Zu den zwei verletzten Leistungsträgern gesellte sich nun auch noch der Kopf der Mannschaft, Johannes Luderschmid, mit einem Knorpelschaden im Knie dazu, der ihn wahrscheinlich bis zum Ende der Saison außer Gefecht setzt.
Entsprechend desolat traten die Gäste aus Augsburg in der ersten Halbzeit auf, kurz vor der Pause lagen sie mit 10:15 hinten. In der Kabine schärfte Trainer Hartmut Mayerhoffer seinen Jungs ein, vor allem in der Defensive besser zu arbeiten. Diese beherzigten seine Worte, ließen nur noch sieben Gegentreffer zu und konterten Söflingen klassisch aus. Friedberg verabschiedete sich mit einem 34:23-Erfolg auf Rang vier in die Weihnachtsferien, erster Gegner im neuen Jahr ist am 14. Januar der Balinger Perspektivkader in der SparkassenArena.
Das Schlusslicht hinter Söflingen bleibt der TV Nieder-Olm mit nur einem Sieg. Genauso wie der HBW hatten die Rheinhessen ihre Hinrunde bereits am Wochenende zuvor abgeschlossen. Nicht aus dem Tabellenkeller heraus kommt der Zweitliga-Absteiger TuSpo Obernburg. Am Sonntag lieferte der Drittletzte dem TV Groß-Umstadt zwar einen großen Kampf, ließ den Gegner aber doch mit zwei Punkten aus seiner Halle ziehen. Die Obernburger verpassten die Chance, dem HBW auf einen Zähler auf die Pelle zu rücken.
Unmittelbar vor den Balingern rangieren mit 13:17 Punkten die Aufsteiger Stuttgarter Kickers und TSV Neuhausen/Filder, die am Wochenende leer ausgingen. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt trat beim Tabellenzweiten TSB Horkheim an und lag schon zur Pause mit vier Toren zurück. Auch im zweiten Durchgang blieb der Favorit auf Linie und gewann mit 30:25. Ganz anders verlief die Partie der Filderstädter beim TV Hochdorf. Das Team von Trainer Florian Beck dominierte in der ersten Halbzeit und ging mit einer knappen Führung in die Kabine. Überraschend lief nach dem Seitenwechsel gar nichts mehr zusammen. Die Hochdorfer gewannen mit 35:30 und demonstrierten so ihre Zugehörigkeit zum oberen Teil der Tabelle.
Das Tableau ist inzwischen zweigeteilt. Zehn Mannschaften weisen ein positives Punktekonto auf, davon vier Teams 16:14 Zähler. Diese sind neben Hochdorf und Groß-Umstadt noch der TV Kirchzell, der sich dem Dritten TSG Groß-Bieberau mit 22:30 beugen musste, und die SG Köndringen/Teningen, die spielfrei war. Vor diesem Quartett haben sich mit 17:13 Punkten die HSG Konstanz und die SG H2Ku Herrenberg eingerichtet, die am Sonntag aufein-ander trafen. Die Seehasen bestimmten die Begegnung und gewannen mit 31:25. Souverän an der Tabellenspitze thront die SG Leutershausen mit 27:3 Punkten. Obwohl die „Roten Teufel von der Bergstraße“ ohne einige verletzte Stammspieler in die Rückrunde starten, wird ihr Aufstieg kaum in Gefahr geraten. Bei sechs Teams ist das Punktekonto in die Miesen gerutscht. Abgeschlagen am Tabellenende stehen Nieder-Olm und Söflingen. Zu einem spannenden Vierkampf dürfte es zwischen Stuttgart, Neuhausen, dem HBW und Obernburg kommen
