Eisbären deklassieren den EC
Eishockey-Landesliga: Tabellenzweiter schießt fünf Tore in 13 Minuten
Balingen, 19.12.2011 von Frank D. Engelhardt
Nach 13 Minuten war die Begegnung zwischen den Balinger Eisbären und ihren Gästen aus Pforzheim de facto schon gelaufen: Auf der Anzeigetafel blinkte bereits das 5:0 für die Hausherren auf, die einen blitzsauberen Start erwischt hatten und ihren Gegner eiskalt erwischt hatten.
Der Tabellenletzte war noch nicht einmal richtig auf dem Eis, da klingelte es bereits in seinem Kasten. Der 16-jährige Youngster Arno Günter brachte das junge Balinger Team in der vierten Minute mit 1:0 in Führung und damit auf die Siegerstraße. Routinier Nikolai Gogoll erhöhte sieben Zeigerumdrehungen später und läutete die stärkste Phase der Eisbären ein, in der die begeisterten Zuschauer aus dem Jubeln gar nicht mehr herauskamen.
Markus Rummel (3:0) und erneut Arno Günter (4:0) in der 12. Spielminute und Dennis Steinhauer (5:0) nur Augenblicke später spielten die Pforzheimer ein ums andere Mal aus und sorgten für die vorentscheidende Führung. „Das war in dieser Phase schon ein nicht mehr zu übersehender Klassenunterschied“, ist Wilhelm Gastel nach der Partie hellauf begeistert. „Wir haben es danach deutlich gemütlicher angehen lassen“, erklärt der Vereinsvorsitzender die anschließende Torflaute.
Die Eisbären mussten nicht mehr, die Gäste konnten nicht – so plätscherte die Begegnung über weite Teile der Spielzeit dann einfach vor sich hin. Nur einmal durften die Anhänger der Eyachstädter bis zum Ende des zweiten Drittels einen erfolgreichen Angriff beklatschen, als sich Marcel Schneider in der 30. Minute durchsetzte und zum 6:0 für die Gastgeber einschob. „Die Spieler waren danach bereits bei den kommenden Aufgaben“, erzählt Gastel, der die Schiedsrichterleistung der beiden Unparteiischen Matthias Riepl und Stefan Breiter explizit hervorhob.
Die Eisbären ließen die Zügel etwas lockerer, Pforzheim bedankte sich. In einer deutlich an Dampf verlorenen Partie rückte der EC mit zwei Treffern in der 44. und 53. Minuten dem Team von Trainer Günter Schmidt etwas näher. Unruhe machte sich nun breit und das Spiel wurde zusehends hektischer. In einer turbulenten Schlussphase versöhnten Dennis Steinhauer (7:2, 58.) und Marc Haudek (8:2, 60.) die Fans und stellten den alten Toreabstand wieder her.
„Unser Team hat eine tolle Leistung gezeigt und steht nicht umsonst auf Tabellenplatz zwei“, lobt Gastel und ergänzt: „Die Spieler sind schon ganz heiß auf die nächsten Partien.“ Mit Esslingen und Schwenningen müssen nun zwei Titelanwärter gespielt werden; nicht weniger interessant dürfte das Lokalderby gegen Reutlingen sein. Das nächste Spiel der Eisbären am 7. Januar ist vor heimischer Kulisse.
„Wenn wir so eine Leistung wie gegen den EC in den ersten 15 Minuten auch über ein ganzes Spiel bringen können, dann haben wir die Möglichkeit, auch am Ende der Saison ganz vorne mit dabei zu sein“, ist sich der Eisbären-Chef sicher. Tabellenplatz zwei gibt's jetzt schon mal zu Weihnachten . . .
