Leichtes Lob

Gemeinderat stimmt Haushalt zu

Albstadt-Ebingen, 16.12.2011 von Holger Much

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Gelobt wurde nur sparsam: Mit manchen Einwänden und der wiederholten Ermahnung, weiter streng zu sparen, verabschiedete der Gemeinderat gestern Abend mit großer Mehrheit den Haushalt 2012.

Mit „Lob light“, wie es Markus Dapp (SPD) ausdrückte, würzten die Sprecher der Fraktionen im Gemeinderat gestern ihre Haushaltsreden, versahen sie aber durch die Bank mit kräftigen Ermahnungen, die Konsolidierungszügel nun nicht schleifen zu lassen. Alle waren sich einig, es müsse weiter konsequent gespart werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Albstädter Haushalt 2012 nun, nicht wie ursprünglich angenommen, mit einem ordentlichen Ergebnis von rund einer Million, sondern mit etwas mehr als zwei Millionen Euro abschließt, und dies trotz der Erhöhung der Kreisumlage um 2,25 Prozent.

Diese kurzfristigen Mehreinnahmen für die Stadt ergeben sich durch Zuweisungen des Landes als Auswirkung des Pakts für Familien und Kinder, durch Verbesserungen im Finanzausgleich sowie durch den geschätzten Anstieg der Gewerbesteuer. Besonders vier Punkte kristallisierten sich in allen Reden als wichtige Aspekte der Zukunft in Albstadt heraus:

Tailfingen gehöre nun, darin scheinen sich alle Fraktionen einig, absolute Priorität. Das „Leuchtturmprojekt“ des NITTA dürfe nur ein erster, wenn auch großer Schritt sein, in Tailfingen die Ärmel hochzukrempeln.

Die sich im Wandel befindliche Schullandschaft stellt eine weitere große Herausforderung dar. In Verbindung mit der stetig schrumpfenden Einwohnerzahl Albstadts werden hier Diskussionen über den Erhalt von Schulen unausweichlich sein.

Die Chance, die sich mit den erfolgreichen Schritten hin zum Naturtourismus ergibt, wird willkommen geheißen: das Team um Kultur- und Tourismus-Chef Martin Roscher bekommt 1, 25 Stellen mehr. Die Talgangbahn spaltet. Laut Dr. Willi Merkel (CDU) ist das Thema Talgangbahn „schlicht zu vergessen“, wohingegen Hubert Reinauer (FDP) eine Talgangbahn als „infrastrukturell wichtig“ bezeichnet.

Nicht g'schompfa ...

... isch doch ansich scho gnuag g'lobt. - Ich bin verwundert, dass dieser bewährte Grundsatz mit Gewährung leichten Lobes so gänzlich mißachtet worden ist.
Anni Berta Zeh am 17.12.2011 11:56:09
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