Qualität braucht Kontinuität

Volleyball-Regionalliga: Burladingen geht mit Zuversicht ins neue Jahr

Burladingen, 14.12.2011 von Frank D. Engelhardt

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Dass diese Saison besonders schwer werden würde, war den Regionalliga-Volleyballerinnen des TSV Burladingen im Vorfeld klar. Nach zehn Spielen steht bisher allerdings nur ein Sieg auf der Habenseite.

Endlich Winterpause – Trainer Philipp Kurz und seine Volleyballdamen haben sich die trainings- und spielfreie Zeit mehr als verdient. Die vergangenen Wochen waren alles andere als einfach: Knappe Begegnungen, gute Szenen und dann doch wieder verloren – das Nervenkostüm ist angekratzt. Zuletzt wartete mit der TG Biberach auch noch der Tabellenführer auf die Kurz-Truppe. Erwartungsgemäß war allerdings nichts zu holen an der Riß: Mit einer klaren 3:0-Packung schickte der Primus die Fehlastädter zurück. „Wir waren chancenlos“, fiel das Fazit des TSV-Übungsleiters bezeichnend einsilbig aus. Auch im letzten Spiel vor Weihnachten wurden keine Geschenke verteilt, nicht einmal kleine.

Was für den Burladinger Coach noch viel schwerer als das deutliche Ergebnis wiegt, war die Art und Weise, wie es zustande kam. Denn seinen Spielerinnen fehlte beim schier übermächtigen Tabellenführer auch etwas der Glaube an die eigene Stärke – eine mögliche Überraschung wurde damit bereits im Keim erstickt.

Dabei sind die Qualitäten der Burladinger Regionalliga-Spielerinnen unbestritten, sind sie doch nicht umsonst das Volleyball-Aushängeschild der Region. Doch nur einmal konnte sich bisher die junge Mannschaft so richtig durchsetzen, einen Erfolg einfahren. Gleich im ersten Rundenspiel nach der Neuformierung überraschte die deutlich verjüngte Aufstellung um Spielführerin Myriam Wenk sich selbst und den Gegner, fügten ihren Gästen eine empfindliche Niederlage zu. Seither musste sich der damalige Gegner TSV Schmiden nur noch den Meisterschaftsfavoriten aus Biberach und Tübingen beugen.

Bereits im zweiten Rundenspiel kamen die Burladinger allerdings ins Straucheln In Freiburg standen sie einer erfahrenen Mannschaft gegenüber, die dem frech aufspielenden Kurz-Team die Grenzen aufzeigte. „Gegen den TSV Schmiden haben wir unser Potenzial gezeigt, in Freiburg mussten wir Lehrgeld bezahlen“, brachte es der Burladinger Coach nach der Begegnung auf den Punkt. Und genau diese Schwachstelle sollte sich wie ein roter Faden durch die weiteren Begegnungen der Hinrunde ziehen. „Bei jedem Spiel ist es ein anderes Problem, das letztendlich spielentscheidend für uns ist“, zeigt der Trainer ganz klar die Misere auf, in der sich seine Spielerinnen nach dem zehnten Rundenspiel noch befinden. „Konstanz und Routine kommen eben nur über Spielpraxis“, weiß der Verantwortliche.

Doch nicht nur die stetig wachsende Erfahrung seiner homogener werdenden Truppe macht den krisenerprobten Coach zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Gerade gegen die starken Mannschaften haben die Fehlastädter ihre Klasse aufblitzen lassen und den beiden besten Mannschaften Tübingen und Biberach zu Hause Sätze abgetrotzt. „Wir haben ganz klar das Potenzial in dieser Liga zu spielen und auch zu gewinnen“, betont Kurz.

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