Dr. Rolf Brack verlängert um zwei Jahre

Balinger Handball-Bundesligist treibt Personalplanungen frühzeitig voran – Trainer erster wichtiger Baustein

Balingen, 02.12.2011 von Marcus Arndt

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Der Balinger Handball-Bundesligist treibt konsequent seine Personalplanungen für die neue Saison voran. Gestern hat Coach Dr. Rolf Brack seinen Kontrakt beim HBW um zwei Jahre verlängert.

Bei den Schwaben stehen zwei Männer für Kontinuität: Präsident Arne Stumpp und Trainer Rolf Brack. Der eine hat gestern Nachmittag die weitere Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftler bekannt gegeben – der andere vorzeitig seinen Vertrag verlängert. Als „Herzensangelegenheit“ kategorisiert der Akademische Oberrat der Universität Stuttgart sein Engagement beim Balinger Bundesligisten, der mit dem Sportwissenschaftler im Sommer 2012 in die neunte Saison geht. „Für uns war Rolf Brack der erste Ansprechpartner“, versichert Stumpp. Am Ende einigten sich beide Seiten auf zwei Jahre. „Es waren kurze Gespräche“, verrät der HBW-Präsident und Brack fügt hinzu: „Es ging in erster Linie um Inhalte.“

„Es muss uns gelingen, Kontinuität zu wahren“, nimmt der Dozent der Universität Stuttgart den Gesprächsfaden wieder auf. Er ergänzt: „Wir müssen verhindern, dass uns immer wieder Leistungs-träger verlassen.“ In einem sind sich die Verantwortlichen des Erst-ligisten einig: „Wir zahlen nicht jeden Preis.“ Natürlich buhlt die Konkurrenz um Ziemer & Co., „doch auch die Spieler müssen wissen, was sie am HBW haben“, betont Geschäftsführer Bernd Karrer. In den nächsten Wochen wollen die Protagonisten neben der Platte das Gespräch mit ihrem Personal führen – und die Planungen für die Saison 2012/2013 entscheidend vorantreiben.

„Deshalb war es wichtig, dass der Trainer vorzeitig verlängert hat“, meint Stumpp, „er ist ein wichtiger Baustein in unserem Konzept. Auch für unsere Spieler und mögliche Neuzugänge war es essenziell, Klarheit zu haben.“ Die haben die Schwaben nun, welche ab sofort am Kader für die kommende Spielzeit basteln. Mit Daniel Sauer und Jens Bürkle stehen zwei Abgänge bereits fest – weitere sollen nicht folgen. „Doch das wird schwer“, prognostiziert Brack, der um das Interesse der TSV Hannover-Burgdorf an Nationalkeeper Ziemer weiß. „Wir brauchen ein starkes Torhütergespann“, betont der 57-Jährige, „und wollen Martin halten.“ Sollte der 28-Jährige nach eineinhalb Jahren den Klub wieder verlassen, „müssen wir frühzeitig Klarheit haben“, sagt Brack mit Nachdruck, der bereits intensiv nach einem Bürkle-Nachfolger auf der Kreisposition sucht. „Wir brauchen Verstärkungen“, sind sich Trainer und Präsident einig, „um nicht immer gegen den Abstieg zu spielen.“

„Wir haben nach dem Umbruch im vergangenen Sommer eine zukunftsorientierte Mannschaft zusammengestellt“, erklärt Brack, „die wir punktuell verstärken müssen.“ Dann, so der erfahrene Bundesliga-Trainer weiter, „haben wir die Möglichkeit, uns höhere Ziele zu setzen.“ Diese „sehr gute Perspektive“ sei in seine Entscheidung natürlich eingeflossen, verrät Brack, welcher in Balingen heimisch geworden ist. „Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt er abschließend, „das Umfeld ist herausragend. Zudem habe ich die Möglichkeit, weiter an der Universität zu arbeiten. Es ist wichtig, nicht rund um die Uhr an den Abstiegskampf zu denken. Ich brauche die Möglichkeit, geistig etwas Abstand zu nehmen.“

Nicht nur deshalb schlug der 57-Jährige in der Vorsaison die Magdeburger Offerte aus und beließ es auch diesmal bei lockeren Gesprächen mit potenziellen Interessenten aus Liga eins. „Ich arbeite gerne hier“, betont der Wahl-Schwabe, der seit acht Jahren beim HBW wirkt: „2013 sind es dann zehn Jahre. Das ist genau der Durchschnitt meiner bisherigen Tätigkeiten (13 Jahre Scharnhausen, sieben Jahre Pfullingen, d. Red.). . .“

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