Wahrlich ein künstlerisches Völkchen
Die Ausstellung „Kreatives Rosenfeld“ übertrifft alle Erwartungen – Ideenvielfalt lässt staunen
Rosenfeld, 07.11.2011 von Hannelore Kaiser
„Kreatives Rosenfeld“ gab der veranstaltende Fremdenverkehrsverein dieser so vielseitigen und anregenden Präsentation vorweg einen vielversprechenden Namen. Doch alle Erwartungen wurden noch übertroffen. Nicht nur an der Zahl von interessierten und begeisterten Zuschauern, die sich zwischen Stellwänden, Tischen, Exponaten und an der Theke drängten. Mehr noch überraschte das, was aus verborgenen Stuben für diesen Tag einmal ins Licht der Öffentlichkeit rückte.
„Einfach überwältigend“, wie Bürgermeister Thomas Miller schon nach erstem Rundgang in seinen Begrüßungsworten gestand. Überwältigend in der Vielfalt, in der Ausführung und den kunstvollen Arrangements für diese Ausstellung. Über 30 Hobbykünstler, -sammler und –bastler aus allen sieben Stadtteilen präsentierten ihr Freizeitvergnügen: Puppen von anno dazumal, selbst gefertigte oder kunstvoll ausstaffiert; Bilder in Aquarell, Öl oder ins Philosophische „übersetzt“; kunstvolle Laubsägearbeiten, filigran bemalte Eier, bezaubernde Figuren zu biblischen Texten, dekorative Decken, Schmuck aus verschiedensten Materialien sowie interessante Sammlungen archäologischer Funde und anderer Raritäten. Ein Bickelsberger outete sich als ganz besonders fleißiger und vielseitiger Sammler. Alle Arten von Bierdeckel, Kugelschreibern, Meterstäben, Streichholzschachteln, Feuerzeugen und Schriften sind vor ihm offenbar ebenso nicht sicher wie hundertjährige Bierkrüge und seltene Markungszeugen.
Doch nicht nur im stillen Kämmerlein pflegen viele Rosenfelder ein Hobby. Auch in ganzen Gruppen. Als solche präsentierten sich unter anderem Jugendliche mit Legoarbeiten und preisgekrönten Benzinsparmodellen, die Künstlergruppe Rosenfeld mit zahlreichen Arbeiten, die Seniorenwandergruppe, der PC- & Online-Treff Kleiner Heuberg, die Oldtimerfreunde und die Jugendgruppe der Sternwarte Zollernalb.
Als Hobby-Moderator brillierte einmal mehr Friedbert Morsch, als er nicht nur die Ausstellung charmant eröffnete sondern locker auch durch das fast zweistündige Bühnenprogramm führte. Ein Programm, bei dem selbstredend ebenfalls nur Hobbykünstler glänzten. Voran ein Flötenquartett der Stadtkapelle unter Leitung von Bettina Huonker. Abgelöst von bezaubernden Tänzen der Kinder- und Jugendgruppe des Leidringer Trachtenvereins unter der Regie von Brigitte Bukenberger. Ausklingend mit Begeisterungsstürme für den stimmungsmachenden Auftritt der „Heiligen 4 Zemmerner“, als da nach schwäbischer (Mund)Art profihaft sangen und musizierten Robert Schellhammer (Schlagzeug), Hermann Bächle (Bass), Timo Theilacker und Martin Stehle (Gitarre).
Klar, dass mit einem solchen Auftakt auch die Neugier für die Schau der „stilleren“ Hobbies geweckt ward. Gefragt aber auch bis zum frühen Abend die Künste aus der Küche und die Plätze zum Ausruhen und Austauschen mit Freunden.
