Ohne Spielleiter rollt kein Ball auf dem grünen Rasen

Zollernalbkreis, 29.10.2011 von Helen Weible

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Ein Spielleiter übernimmt Aufgaben, die den Spielbetrieb sichern. Florian Kantop von den Sportfreunden Bitz erzählt davon, wie er seine Fußballschuhe gegen den Notizblock ausgetauscht hat.

Kommunikative Stärke, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent – das sollte ein Spielleiter mitbringen. Florian Kantop kann das bestätigen. Der Student übernahm das Amt aus Liebe zum Verein.

Dass jede Mannschaft die Trainingsbälle im dazugehörigen Schrank vorfindet, dass ausreichend Hütchen, Leibchen und Stangen verfügbar sind und dass die „Coaching Zone“ eingerichtet wird, auch dafür sorgt ein Spielleiter. In vielen Fußballvereinen ist der Abteilungsvorsitzende auch gleichzeitig Spielleiter in einer Person. In höherklassigen Klubs sind die Aufgaben meist zu umfangreich. Da braucht es dann einen Zuständigen, der eben als jener „Spielleiter“ all' die Dinge rund um die Vereinskicker deichselt. Florian Kantop steht beispielhaft dafür, wie sich solch' ein Amt in einem Bezirksliga-Klub entwickelte. Kantop schnürt seit seiner Kindheit die Kickstiefel bei den Sportfreunden Bitz, war schließlich für einige Runden mit den Bitzern in der Bezirksliga aktiv. Bis er nach seinem vierten Kreuzbandriss seinen Lieblingssport nicht mehr betreiben konnte. „Ich wollte dem Verein aber noch erhalten bleiben“, sagt der Reutlinger Textiltechnologie-Student, der momentan nach München pendelt, um dort seine Bachelorarbeit bei BMW zu schreiben.

Anfang 2010 befand sich sein Klub in einer Phase der Umstrukturierung. Die Zuständigkeiten eines Spielleiters wurden bis zum April des vergangenen Jahres vom Vorsitzenden Jens Wizemann übernommen. Seit eineinhalb Jahren bekleidet Florian Kantop nun das neu geschaffene Amt. Zuvor war er schon als Beisitzer tätig. Gemeinsam mit dem Tübinger Student Patrick Mayer versucht er dieser Aufgabe gerecht zu werden. „Es funktioniert sehr gut. So ist immer einer von uns beiden an den Wochenenden dabei“, erklärt der 25-Jährige. Ernst wird es für die beiden, wenn rechtliche Angelegenheiten geklärt werden müssen, wie etwa Spielerstrafen. Bei einer Roten Karte kann der Spielleiter eine Stellungnahme an den WFV zu dieser Sache abgeben und darin mildernde Umstände erbitten. Haben die Spieler einmal etwas zu beanstanden und wollen damit nicht direkt zum Trainer, so ist der Spielleiter der richtige Ansprechpartner. „Das Vermitteln ist ein interessanter Aspekt unserer Aufgabe“, so Kantop.

Vor allem im Juni, gegen Ende der Saison, sind die beiden Bitzer Spielleiter gefordert. Dann geht es darum, mit anderen Vereinen zu reden, um mögliche Neuzugänge anzuwerben. Kantop und Mayer lassen hier ihre Beziehungen aus der Aktivenzeit spielen. „Da ich viele Spieler persönlich kenne, ist die Abwicklung wesentlich einfacher“, verrät Kantop. So fungiert er als Manager für den Klub und ist um ein gesundes Verhältnis zwischen Spielern und Verein bemüht. Kantop gefällt sein Job. Während seiner Studienzeit wolle er sein Ehrenamt noch eine Weile weiter betreiben.

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