100 Prozent Sicherheit gibt's nicht
Wer sich auskennt, kann sich besser schützen
Balingen, 12.10.2011 von Rosalinde Conzelmann
„Es ist eine Frage der Absicherung und der richtigen Software“, sagt Zimmerer, System- und PC-Administrator bei der Endinger Firma GBC. Generell sei es kein Kinderspiel, sich in ein fremdes Computernetz einzuhaken, um Daten zu klauen. „Es ist letztlich eine Frage der kriminellen Energie und der finanziellen Mittel“, sagt er. Besondere Vorsicht sei bei Zugriffen „von außen nach innen“ geboten.
Wer sich mit dem Innenleben seines Computers auskenne, reagiere vorsichtiger auf alles Neue und Ungewohnte. Die aktuelle „Trojaner-Affäre“ mache deutlich, dass Know-how und Professionalität schneller zum Ziel führen würden. „Es ist ein kleines Wettrüsten auf beiden Seiten“, meint der Spezialist. Und nur, wer am Ball bleibe, habe eine Chance, sich zu schützen.
Auch Thomas Steidle, Geschäftsführer einer Internetagentur, warnt vor dem sorglosen Umgang mit dem PC: „Vor allem, wenn sensible Daten wie Pinnummern gespeichert sind.“ Früher hätten die Viren allenfalls Programme lahm gelegt, „heute wirst Du ausspioniert und merkst es nicht einmal.“ Je besser die Schutzmechanismen, desto höher die Chance, sich Angriffen von außen zu erwehren. „Es ist wie bei einem Einbruch, ein Dreifachschloss hält die Einbrecher eher ab.“
