Lakata hat es in Runde zwei am leichtesten

Mountainbike: Österreicher holt den Sieg auf der Königsetappe des Sparkasse Trans Zollernalb

Zollernalbkreis, 26.09.2011 von Reinhard Linder

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Alban Lakata hat die Königsetappe des Sparkasse Trans Zollernalb von Balingen nach Albstadt gewonnen. Im Endspurt verwies er Karl Platt und Alexandre Moos auf die Plätze zwei und drei.

„Wenigstens eine Etappe gewonnen“, freute sich der Österreicher über den Sieg in seiner zweiten Heimat. Mit Albstadt verbindet der 32-Jährige vom Topeak Ergon Racing Team ausschließlich gute Erinnerungen. In der Mountainbike-Hochburg auf der Schwäbischen Alb ist er Marathon-Europameister geworden und hat den Albstadt-Bike-Marathon gewonnen. „Ich kenne die Strecke genau und habe dies zu meinem Vorteil genutzt“, setzte er nach seinem Triumph ein breites Grinsen auf. Auf der letzten Wiesenabfahrt habe er sich an die Spitze gesetzt, weil er gewusst habe, dass ihn auf dem engen Kurs durch die Stadt zum Rathaus niemand mehr überholen könne.

Zweiter wurde Vortagessieger Karl Platt, der dank der Sprint-Bonussekunden sein gelbes Trikot verteidigte. „Ich konnte ein kontrolliertes Rennen fahren“, sagte der Bulls-Pilot, andere hätten die Initiative ergreifen müssen. Weil er sich gut gefühlt habe, sei ihn schon nach wenigen Kilometern klar gewesen, dass er nicht befürchten müsse, dass ihm einer seiner Konkurrenten um den Gesamtsieg davonfahre.

Der Mann des Rennens war Andreas Kugler vom Multivan-Merida Biking-Team. Wenige Minuten nach dem Start in Balingen wagte er einen Ausreißversuch. Dem Schweizer folgten sein Landsmann Balz Weber, zwei Belgier und nach einigem Zögern Platts Stallgefährte Tim Böhme. „Der musste von Karl regelrecht dazu überredet werden“, witzelte Vorjahressieger Hannes Genze (Multivan-Merida), der Vierter wurde, später im Ziel. Die Fünf rissen jedenfalls eine große Lücke auf, die bei der ersten Sprintwertung in Hausen am Tann zwei Minuten betrug. „Denn Genze war ein Fuchs“, erklärte Platt den großen Abstand, „der hat sich immer wieder an die Spitze gesetzt und das Tempo herausgenommen.“ Der einzige Sieganwärter, der keinen Mann vorne mit dabei hatte, war Lakata, der gemeinsam mit seinem Teamgefährten Robert Mennen (Platz fünf) dafür sorgte, dass die Lücke allmählich schrumpfte.

Bei der zweiten Sprintwertung in Nusplingen waren die Belgier bereits nicht mehr dabei. Dann musste Weber abreißen lassen und bei der dritten Sprintabnahme in Meßstetten war Kugler allein. „Ich hatte keine Kraft mehr“, gestand Böhme, „meine Form ist nur noch bruchstückhaft vorhanden.“

Zwischenzeitlich war Kuglers Vorsprung auf eine Minute zusammengeschmolzen, im Ochsentäle wurde er von seinen Verfolgern geschluckt. „Schade“, bedauerte der 32-Jährige, „meinen Begleitern hat die Power gefehlt.“ Er habe ganz allein fahren müssen, während die anderen in der Gruppe den Windschatten hätten nutzen können: „Das Feld fliegt halt über die Kuppen drüber.“

Bester Starter aus dem Zollernalbkreis war wie auch schon auf der ersten Etappe der Hechinger Torsten Marx (Black Tusk). „Das war die gleiche Raserei wie gestern“, sprach er das brutal hohe Tempo mit einem Schnitt knapp unter 30 Stundenkilometer an. Lange Zeit sei er im Verfolgerfeld mitgeschwommen, nach Tieringen hoch habe er aber abreißen lassen müssen. Mit seiner Leistung sei er aber sehr zufrieden, betonte er: „Mit Platz neun habe ich in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorne gemacht.“

Trotz eines Defekts nach wenigen Kilometern hat die Freiburgerin Ann-Kathrin Hellstern ihren Vorsprung in der Frauenwertung ausgebaut. Am letzten Anstieg kassierte sie Gabi Stanger. Die Dettingerin räumte zwar ein, keine Chance gehabt zu haben, war aber alles andere als unglücklich: „Es war ein Genuss hier zu fahren. Überall standen Leute und haben uns angefeuert. Das war wieder die typische Albstadt-Stimmung, die es sonst nirgends gibt.

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