Verfallenes Bauernhaus macht Platz für Neubau
Wiederbelebung statt Ausbluten: Der Leidringer Bauherr Georg Huonker liefert ein Beispiel
Rosenfeld-Leidringen, 13.09.2011 von Hannelore Kaiser
Der Bauherr, Georg Huonker, ist Leidringer. Er liebt sein Heimatdorf ebenso wie seine Lebensgefährtin, Ortschaftsrätin Heike Lohner. Der Anblick von immer mehr alten und leer stehenden Bauernhäusern im Ortskern, schmerzt die Beiden schon seit langem. Ihre erste Idee, die verlassene ehemalige Wirtschaft „Grüner Baum“ in der Erzinger Straße wieder zu sanieren, scheiterte an den Auflagen für das denkmalgeschützte Gebäude. Doch ein anderes gegenüber liegendes altes Bauernhaus bot sich als Ersatzprojekt an.
Schon seit Jahren war das verwaiste, einst so stattliche Ökonomiegebäude dem Verfall überlassen und stand zum Verkauf. Seine Sanierung allerdings war nicht mehr möglich. Im Herbst 2009 ließ der neue Besitzer, Georg Huonker, die Abbruchbagger anrücken. Im Frühjahr 2011 zogen in einen Neubau an gleicher Stelle die ersten Mieter ein. Alsbald folgten weitere. Heute sind in dem Mehrfamilienhaus alle der sieben Wohnungen belegt. Mit ihren Flächen, die zwischen 50 und 100 Quadratmetern liegen, bieten sie beste Möglichkeiten für ein zeitgemäßes Wohnen in reizvoller Umgebung und Gemeinschaft eines ehemaligen Bauerndorfes, das sich immer mehr zum attraktiven Wohnort mausert.
All das sogar verstärkt in jüngster Zeit mit Unterstützung des von der EU initiierten „Leader“-Programms und einem beispielhaften Mit-Anpacken engagierter Bürger. Die Verwandlung am Eckplatz Erzinger Straße/Heimgartenbühl ist zwar eine reine Eigenleistung, gibt aber ein Beispiel, wie ein ausblutender Dorfkern heute wiederbelebt werden kann.
