„Ich habe selbst nicht daran geglaubt“

INTERVIEW mit Charlotte Bock

Albstadt-Ebingen, 03.03.2011

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Die Abteilung Rennsport des Radsportvereins Tailfingen blickt auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurück. Charlotte Bock hat durch phänomenale Erfolge im Juniorenbereich viel dazu beigetragen. Sie wurde baden-württembergische Meisterin im Zeitfahren sowie auf der Straße und trägt den Vize-Meistertitel bei den DM im Zeitfahren und wurde hier Viertbeste auf der Straße. Morgen Abend wird der RSV die 19-Jährige für ihre hervorragenden Leistungen ehren. Unser Redaktionsmitglied Helen Weible sprach mit der Albstädterin über ihre Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft in Italien und ihre Zukunftspläne im privaten wie im sportlichen Bereich.

Wie sind Sie denn überhaupt zum leistungsbezogenen Radrennsport gekommen?

CHARLOTTE BOCK: Mein Vater Ulrich Bock hat meine drei größeren Geschwister und mich natürlich schon sehr früh mit dem Sport konfrontiert. Wir waren ja schon im Kleinkindalter bei Rennen live dabei. Über das Kunstradfahren und Leichtathletik habe ich mich schließlich auf das Rennradfahren spezialisiert. Als ich meine Lizenz erhalten hatte, standen mir alle Türen offen – und alles nahm einen sehr positiven Lauf.

Der Radsportverein Tailfingen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, bei dem Sie im Juniorenbereich sehr gute Leistungen gezeigt haben. Was war für Sie persönlich ein Höhepunkt?

BOCK: Emotional war das sicherlich die Teilnahme mit dem deutschen Juniorenteam bei der Weltmeisterschaft in Italien. Aber auch auf die anderen Wettbewerbe, in denen ich erfolgreich abgeschnitten habe, bin ich sehr stolz. Wenn mir am Anfang des Jahres 2010 jemand gesagt hätte, dass ich so weit komme, dann hätte ich das nie für möglich gehalten.

Was ist denn bei einer Meisterschaft im Ausland, wie die WM in Italien, das Besondere?

BOCK: Neben dem speziellen Betreuerstab, der unser Team während der WM begleitet hat, hat mich vor allem das besondere Flair bei dieser Veranstaltung beeindruckt. Viele verschiedene Nationen tummeln sich dort, die Sprecher haben das Rennen auf Englisch und Italienisch moderiert. Beim Kräftemessen mit den Landesbesten in meiner Altersklasse wurde mir erst richtig bewusst, was ich erreicht habe.

Welche Ziele haben Sie für die nahe Zukunft im privaten und sportlichen Bereich?

BOCK: Im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf das Abitur. Wie es danach weitergeht, habe ich noch nicht entschieden. Am 15. April findet in der ZollernAlb-Halle die Team-Präsentation statt. Dann kann ich schon eher absehen, wie es für mich sportlich und beruflich weitergehen wird. Im Mai findet außerdem das Frauen-Etappenrennen statt, an dem ich sicher am Start sein werde.

Durch die schulische Belastung müssen Sie Ihr Training einschränken. Haben Sie Bedenken wegen der kommenden Saison?

BOCK: Nein, das war noch nie ein Problem. In erster Linie will ich meine Verletzung wieder in den Griff bekommen.

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