Mühlengebäude in Flammen

Weit über 100 000 Euro Schaden bei Brand im Landgut „Untere Mühle“ in Straßberg

Straßberg, 23.02.2011 von Rolf Bitzer

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Großeinsatz für Feuerwehr, DRK und Polizei am frühen Dienstmorgen, der ehemalige Getreidespeicher des Landguts „Untere Mühle“ stand in hellen Flamme. Ein Übergreifen des Feuers war zu befürchten.

Ein Soldat, der auf dem Weg nach Stetten war, hatte das Feuer bemerkt und gegen 02.42 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Bei deren Eintreffen stand das renovierte, ältere Wirtschaftsgebäude, in dem sich eine Holzhackschnitzel-Heizungsanlage mit Hackschnitzelsilo sowie ein weiteres Getreidesilo, ein Brotbackofen, eine Kleinkunstbühne und verschiedene Einrichtungsgegenstände befanden, bereits lichterloh in Flammen. Auch hatte das Feuer bereits den Giebel und die Holzverkleidung des dicht angrenzenden Wohnhauses sowie auf der anderen Seite das Holztor der Pferdestallung erfasst. Die ersten Bemühungen der rund 80 Feuerwehrleute aus Straßberg, Kaiseringen und Winterlingen konzentrieren sich darauf, ein weiteres Übergreifen des Feuers zu verhindern. Auch konnten zwei Pferde aus der Stallung gerettet werden.

Nach rund einstündigen Löscharbeiten hatten die Wehren unter der Einsatzleitung des Straßberger Kommandanten Winfried Kleiner und seines Winterlinger Kollegen Heinz Rieber das Feuer unter Kontrolle. Durch die dicht an der Unteren Mühle vorbei fließende Schmiecha gab es keine Probleme mit dem Löschwasser. Allerdings bestand während des gesamten Einsatzes die Gefahr, dass das übrig gebliebene Fachwerk des ehemaligen Getreidespeichers einstürzen könnte. Nachlöscharbeiten dauerten bis gestern Nachmittag an. Das Gaststättengebäude blieb unversehrt.

Das DRK war nach Angaben von Kreisbereitschaftsleiter Dietmar Dieter mit mehr als einem Dutzend Rettungsdienstkräften im Einsatz. Die Helfer unter Otto Appeler betreuten eine Anwohnerin, versorgten einen Feuerwehrmann und verpflegten die Einsatzkräfte. Zur Absicherung der Atemschutzträger stand zudem ein DRK-Fahrzeug aus Tailfingen im Einsatz.

In dem abgebrannten Gebäude wurde erst im vergangenen Jahr ein Veranstaltungsraum eingerichtet, in dem der Verein Kleinkunstbühne im Mai dieses Jahres mit seinem Veranstaltungsprogramm beginnen wollte. Nun müssen sich die Organisatoren nach alternativen Räumen umsehen.

Noch in der Nacht hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandentstehung aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehen keine Anhaltspunkte auf eine Fremdeinwirkung. Zur Brandursachenermittlung wird heute ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Erste Vermutungen gehen davon aus, dass das Feuer im Bereich der Holzschnitzelaufbereitung entstanden sein könnte. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf weit über 100 000 Euro.

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