Mit gutem Beispiel voran

Bauantrag für Kindertagesstätte steht – Familienfreundlichkeit beim Wort genommen

Winterlingen, 12.02.2011

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Am Mittwoch wurden Tatsachen geschaffen. Der Bauantrag für die neue Kindertagesstätte wurde eingereicht.

Am Mittwoch, 10. Februar, wurde vom Architekten und Bauplaner Morciszek das Baugesuch zur Unterschrift im Rathaus Winterlingen eingereicht. Nachdem Bürgermeister Michael Maier unterschrieben hat, können die Pläne nun zur Genehmigung ans Landratsamt weitergeleitet werden. Dann kann der Bau beginnen.

Schon im Dezember 2010 hat der Winterlinger Gemeinderat weit reichende Beschlüsse gefasst, welche die Kinderbetreuung in der Gemeinde Winterlingen nachhaltig verbessern sollen. Die Gemeinde werde den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr, der ab dem 1. August 2013 besteht, bereits ein Jahr vorher gewährleisten können, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Aus konzeptioneller Sicht wurden eine Kinderkrippe und drei verschiedenen Standorte in Winterlingen als kritisch angesehen, da alle Krippenkinder mit Vollendung des dritten Lebensjahres in eine andere Einrichtung hätten wechseln müssen. Daher sehen Verwaltung und Gemeinderat den Bau der beiden notwendigen Kinderkrippengruppen in der Friedrichstraße mit Integration der bestehenden drei Kindergartengruppen des Kindergartens Gartenstraße 23 als die beste Lösung an – auch im Hinblick auf die Nähe zur Grund- und Werkrealschule und mögliche Synergieeffekte.

Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats wird in der fünfgruppigen Einrichtung, sie steht unter der Betriebsträgerschaft der Behindertenförderung Zollernalb, ab 2012/2013 die gesamte Bandbreite an Betreuungsformen für die Kinderbetreuung im Alter von einem bis sechs Jahren angeboten.

In den Tagespflegeeinrichtungen werden bis zu maximal fünf Kinder durch Tagesmütter oder Tagesväter betreut, die entsprechende Qualifizierungskurse belegt haben. Die Betreuung findet im Haus der Eltern oder in anderen geeigneten Räumen statt. Die Betreuungszeiten können passgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse der Familie und deren Kinder abgestimmt werden.

Der Katholische Kindergarten in Harthausen, der kommunale Kindergarten in Benzingen sowie der evangelische Kindergarten Steigleweg in Winterlingen sind im Gesamtkonzept enthalten.

Der Besuch eines Kindergartens sei unabhängig vom Ortsteil, in dem die Eltern wohnen. Man könne sein Kind wie bisher im Kindergarten seiner Wahl betreuen lassen, heißt es im Rathaus. Mit der neuen integrativen Kindertagesstätte Friedrichstr. 53 werde gewährleistet, dass Kinder direkt im Anschluss an die Elternzeit bis zum Schuleintritt verlässlich und kompetent in einer Einrichtung betreut werden. Das Projekt werde sicherlich dazu beitragen, dass die Gemeinde Winterlingen nicht nur für Eltern, sondern auch für Unternehmen, interessanter wird, hofft Bürgermeister Michael Maier. Winterlingen unternehme viele Anstrengungen, um die Kommune familienfreundlich zu gestalten.

Der Bau der Kindertagesstätte ist mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt.


Neues Gesetz kommt – Winterlingen ist gerüstet

Das Konzept: Nach Planungsvorgabe braucht die Gesamtgemeinde Winterlingen 60 Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Davon sollen 20 Plätze in einer Kinderkrippe, 30 Plätze in altersgemischten Gruppen und zehn bis zwölf Plätze in Tagespflegeeinrichtungen bei Tagesmüttern geschaffen werden.

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