Ein schwarzes Schaf bei Christi Geburt

Orientalische Krippe in Schömberger Stadtkirche erinnert mit neuer Figur an die Vielfalt auf Erden

Schömberg, 24.12.2010 von Rosalinde Conzelmann

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Man muss schon genau hinsehen, dass man es erkennt: das schwarze Schaf, das in der orientalischen Krippe in der Stadtkirche erstmals an Weihnachten 2010 mit neugierigen Augen auf das Geschehen in der Heiligen Nacht blickt.

Die Krippe, die seit acht Jahren in der Weihnachtszeit die St. Peter- und Paul-Kirche schmückt, ist das Werk von Diakon Oliver Pfaff, der die Geburt von Jesus Christus in Betlehem in einem Stall realistisch und mit vielen Details umgesetzt hat.

Die Krippe mit ihren rund 30 aus Holz geschnitzten Figuren ist dieses Weihnachten um ein kleines Detail reicher: In der Mooslandschaft vor dem Stall blickt unter all den weißen Schafen ein schwarzes keck in die Luft. Pfaff hat damit den Wunsch von Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt erfüllt, der in seiner Weihnachtspredigt 2009 darauf hingewiesen hatte, dass auch ein schwarzes Schaf zur Heiligen Nacht gehört. Ein Wunsch, den Pfaff gerne erfüllen wollte. Er stellte jedoch fest, „dass es keine schwarzen Schafe von der Stange gibt“ und so hat der Südtiroler Holzschnitzer, der auch die anderen Krippenfiguren geschaffen hat, ein schwarzes Schaf geschaffen, das in Schömberg seine neue Heimat fand.

Die schwarze Schaf steht nun in einer kleinen Gruppe, „sonst hätte man es überhaupt nicht gesehen“, sagt Pfaff und erinnert die Betrachter daran, dass bei Christ Geburt alle Lebewesen, ob schwarz oder weiß, willkommen sind und Gott keine Unterschiede macht. Die Krippe ist bis 2. Februar aufgebaut.

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